169
Gott, mir nicht! das thue der Teufel, warum thuſt Du es nicht, thue Du es an meiner Statt. Da ſagte er:„ſie haben mir es zugemuthet, ich habe mich aber pon ihnen geredet, und wann ich es meines Dienſtes halber thun koͤnnte, ſo wollte ichs thun.“ So ſagte ich wie vor:„ſo will ichs nicht thun, viel eher ſelbſt zu den Hauptleuten gehen, ſie werden mich nicht darzu zwingen oder noͤthigen.“ Da ſagte er:„nimms an, meinem gnaͤdigen Herrn und andern Fuͤrſten und uns allen, dem gemeinen Adel zu gut.“ Da ſagte ich:„ich wills nicht thun.“ Darauf ging ich zum Hauptmann ſelbſt und erlangte guten Beſcheid, allein daß ſie mir das anhaͤngten, ich ſollte zu den andern Hauptleuten auch gehen, die unterm Haufen draußen vorm Thore waͤren, wo ich ſie denn im Felde ſehen wuͤrde und ſollts ihnen auch anzeigen und ſie bitten. Das that ich denn, ritt hinaus und ſprach ſie an, eine Rotte nach der andern, wie ſie denn in allen Faͤhnlein haufen⸗ weiß bei einander waren. Da fand ich aber guten Beſcheid bei allen Fuͤrſten, Grafen und Herren, Verwandten und Unterthanen, die im Haufen waren, ausgenommen bei den Hohenlohiſchen. Die nahmen meinen Gaul bei dem Zaum und umringten mich, mit dem Vermelden: ich ſollte mich gefangen geben, geloben und ſchwoͤren, den andern Tag bei ihnen zu Buchen im Lager zu ſein, da wuͤrde ich ſie fin⸗ den, und ſollte ohne ihr Wiſſen nicht abziehen. Dies Geluͤbde zwang mich, daß 49 mich zu ihnen gen


