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Gottfrieds von Berlichingen Ritterliche Thaten / mit Einleitungen und Erläuterungen herausgegeben von Dr. Karl Riedel
Entstehung
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dere Fuͤrſten, Grafen und Herren gethan haben. Aber ich hatte mich in keinen Weg weder mit Wor⸗ ten noch mit Werken mit den Bauern eingelaſſen, ſondern mich fuͤr und fuͤr aufenthalten, und zog wieder in mein Haͤuslein und hoffte immer auf die Schriften von Heidelberg, wie ich denn mit Wil⸗ helm von Habern beredet hatte, ſie ſollten mir zu⸗ geſchickt werden: und weiß noch auf dieſen Tag nicht einen Buchſtaben ihres Inhaltes, darauf wollt ich ſterben, und ſo wahr als Gott im Himmel iſt und bei meiner Seelen Heil und Seligkeit.

Wie ich nun in meinem Hauſe war, da bra⸗ chen die Bauern zu Gundelsheim wieder auf, und ſchickten die Hauptleute meinen Schultheißen zu mir, ich ſollte zu ihnen kommen, ſie haͤtten etwas mit mir zu verhandeln. Wußte ich doch nicht wie oder wann, fuͤrchtete mich auch, ſie moͤchten mich uͤber⸗ eilen, daß es meinem Weibe und Kindern und den Meinigen zum Nachtheil moͤchte gereichen. Denn ich hatte kein wehrſames Volk in meinem Hauſe, und waren die Bauern alle voll Teufel und wollten Knechte und Maͤgde auch nicht gut thun. Alſo zog ich mit dem Schultheiß hinauf und ſaß vorm Wirths⸗ 8 haus ab, und wie ich hineingehen wollte, ſo geht Max Stumpf von den Bauern die Stiegen herab und ſpricht:„Goͤtz biſt Du da?“ Da ſagt' ich:„jal was iſt die Sach', was ſoll ich thun oder was wollen die Hauptleute von mir?“ Da hebt er an: „Du mußt ihr Hauptmann werden.“ Da ſagt ich: