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Gottfrieds von Berlichingen Ritterliche Thaten / mit Einleitungen und Erläuterungen herausgegeben von Dr. Karl Riedel
Entstehung
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einen andern Haufen. Die hatten ungefaͤhrlich auf etliche 30 Pferde und wollten den andern gleich nachziehen und auch auf die Faſtnacht gen Haß⸗ furth kommen. Da dachte ich wohl, mein Schwa⸗ ger Sigmund Truchſeß waͤre darunter, der hatte meine Schweſter, den forderte ich aus dem Haufen, daß er zu mir kaͤme, der ſagte mir, wer die Reiter alle waͤren. Da ſagte ich ihm gleichwohl, wie es mir gegangen waͤre, und ließen ſie mich bei ihnen hinziehen, und als ich ihnen geſagt, daß ich es ge⸗ weſen waͤre, hatten ein Theil viel boͤſer Reden und Worte getrieben.

Nun war ich Herrn Konrad Schotten noch 2000 fl. am Hauſe Hornberg ſchuldig, die ſollte ich ihm auf St. Peters Tag zu Schweinfurth er⸗ legen, wie ich auch auf dieſelbige Zeit that, und war ſeine Hausfrau da, die empfing das Geld. Und wie ich die Quittung von ihr nahm und gehe auf dem Markt heim der Herberg zu, ſo kam des Markgrafen Stallmeiſter zu mir, auf dem Markte, der kannte mich nun wohl und ſprach mich in al⸗ lem Guten an und warnte mich und ſagte, wie denſelbigen Tag bei 60 Pferde auf ihn geſtoßen waͤren, nicht weit von Schweinfurth, ich ſollte meine Sachen in guter Acht haben, denn er haͤtte gemetkt, daß es wider mich waͤre, und ich dankte ihm, wie billig, denn ich hoͤrte auch gern, damit ich mich konnte darnach richten.. h 86

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