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Gottfrieds von Berlichingen Ritterliche Thaten / mit Einleitungen und Erläuterungen herausgegeben von Dr. Karl Riedel
Entstehung
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Nun dachte ich doch vorhin, ohne dieſe War⸗ nung, Herr Konrad Schott der wird ſich regen und mir irgend ein Poſſenſpiel zurichten; nahm mich nichts an, ging in die Herberg und aß zu Nacht; und da es wohl eine Stund oder zwo in die Nacht, und alle Thore zugemacht waren, hatte ich Sorge, ſie hielten vor allen Thoren und ſonderlich am Main⸗Thor, oder an dem Thor gegen den Schweinfurther Gau zu, da ich hinreiten wollte. Und wie ich ſorgte, ſo war es auch, und nahm mir fuͤr, ich wollte zu dem Thore hinaus gegen den Schleichtig zu, wie ich dann auch that. Das war nun nicht meines Weges, ſondern damit ich ihnen entgehen moͤchte, denn ich hatte wenig Pferde bei mir und nicht mehr denn meinen Knecht, und be⸗ fahl meinen Reitern, ehe wir hinaus zogen, daß ſie den Naͤchſten die Spieße auf den Beinen haͤtten. Denn hielte ſchon ein Geſinde vor uns, ſo wollten wir den Naͤchſten mit ihnen treffen und durch ſie ſchlagen. Aber ich hatte das rechte Thor vorgenom⸗ men, dahin hatten ſie nicht gedacht, daß ich zu ſel⸗ bigem Thore hinaus ſollte, aber die andern zwei Thore, wie ich Sorge hatte, die hatten ſie verhal⸗ ten, und mußte ich meinen Vortheil ſuchen, wie ich uͤber den Main wollte wieder auf Heidelherg zu. Ich hatte aber doch davor meinen gnaͤdigen Chur⸗ fuͤrſten und Herrn durch Hanſen von Rothenhahn verſtaͤndigt, was ich gehandelt hatte. Alſo kam ich