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Gottfrieds von Berlichingen Ritterliche Thaten / mit Einleitungen und Erläuterungen herausgegeben von Dr. Karl Riedel
Entstehung
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gen und erſtochen werden, das moͤchte mir zu gro⸗ ßem Nachtheil und Schaden gereicht haben, und daß ich dem Beſcheid nicht nachgekommen war, wie ich denn mit ihnen gemacht hatte. Und wie ſie auf dem Buͤſchelein(Huͤgel) hielten, hielt ich darunter, da ich aber nicht kommen wollte, da kamen ſie und durchrannte mir Erhard Truchſeß einen Knecht, der hieß Leonhard Schmidle und war Pfalzgraͤflich, doch ſonſt kein Pfalzgraͤflicher Knecht bei mir, denn er, daß er mit ſeinem Nuͤcken auf dem Ruͤcken des Gaules lag. Darauf ich Erhard Truchſeſſen auch alſobald vom Pferd herabſtach, daß er mit ſammt dem Federbuſch im Dreck lag, das dann, wie ich meine, unſer groß Gluͤck war. Nun war einer bei ihm, der hatte eine Armbruſt und ſchoß auf mich ab und hatte auch die Armbruſt nach mir geworfen, was ich aber nicht geſehen, denn ich hatte mit den Andern zu ſchaffen, ſo daß ich' ſein nicht warten konnte. Da ging es, daß ich bei 3 oder 4 mal mit den 10 Pferden und den 2 Buben durchbrechen mußte, ehe denn die andern 6 Pferde zu uns kamen. Dar⸗ nach fingen wir ſie Alle, ohne die uns entrit⸗ ten.*) Doch hatten ſie Alle gethan, wie der gute, fromme Erhard Truchſeß und ein Knechtlein, ſo beim Bernhard von Hutten geweſen: es waͤre mein und meines kleinen Haͤufleins uͤbel gewartet worden. Denn wenn ich ſchon das Maͤnnlein ein⸗

⁹) Ein Schlachtbericht für ewige Zeiten 1