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Gottfrieds von Berlichingen Ritterliche Thaten / mit Einleitungen und Erläuterungen herausgegeben von Dr. Karl Riedel
Entstehung
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als wir nun auf ſie hielten, da zogen ſie daher bei 10 oder 12 Pferden, wie wir ſie erſtlich an⸗ ſchlugen, und dieweil ſie nicht mehr hatten, theilten wir uns und gab ich Georg Gebſattel die beſten Knechte zu, daß ſie ſollten bei einer Muͤhle hinuͤber ziehen, denn ſie konnten ſonſt nicht uͤber das Baͤch⸗ lein kommen daſelbſt, und ſollten ihnen unter die Augen ziehen; traͤfen ſie dann mit ihnen, ſo wollte ich nicht weit von ihnen ſein, traͤfen ſie dann mit mir zuſammen, ſollten ſie deſſelbigen gleichen auch thun. In Summa, ich ruͤckte zu einem Dorf hinter eine Scheuer und meinte, ich wollte Veltin Schotten und den Erhard Truchſeſſen mit ihrem Haufen fuͤrlaſſen und wollte ihnen auf dem Fuße nachziehen, wie ich denn den Beſcheid mit meinen Reitern gemacht hatte. Da wurden ſie aber mein gewahr hinter der Scheuren und ruͤckten bei dem Dorfe zuſammen auf ein Buͤ⸗ chelein und hatten ihre Spieße auf den Beinen und ihre Armbruͤſter aufgebracht, wie dann ein Jeglicher geruͤſtet war. Da zog ich Fuß fuͤr Fuß zu ihnen, das that ich darum, daß der Georg Gebſattel und die an⸗ dern Reiter, die ich von mir geſchickt hatte, deſto eher mir zu Huͤlfe und zum Handel kommen moͤchten. Und war mir die Weile dabei nicht kurz, denn je naͤher ich zu ihnen kam, je groͤßer daͤuchte mich der Haufe zu ſein, und hatten bei 24 oder 25 Pferde. Nun wollte ich mit Gottes Gnad' und Huͤlfe wohl von ihnen kommen ſein; ſo gedachte ich aber die 6 Pferde, die ich von mir geſchickt hatte, moͤchten darob geſchlagen, gefan⸗