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Gottfrieds von Berlichingen Ritterliche Thaten / mit Einleitungen und Erläuterungen herausgegeben von Dr. Karl Riedel
Entstehung
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machen, darnach that ich einen Streif oder zwei in ſelbigen Ort und hielt etliche Tage vor Frankenberg. Und als ſich Herr Conrad Schott bei ſeinem Schwaͤher etwas verweilet, warf ich mittlerweile Schenk Friedrich von Limburg nieder im Feld und gedachten ich und meine Geſellen Alle nicht anders, Herr Conrad Schott waͤre es ſelber aller Gelegen⸗ heit nach, dieweil er auch Meß(meſſingene Ruͤ⸗ ſtung) fuͤhrte und auch Kleidung anhatte, wie Herr Conrad Schott. Denn ich wußte wie und in was fuͤr Kleidung er ritt, aber es war dennoch Schenk Friedrich von Limburg, den ließ ich auf eine alte Urfehd wieder reiten und gab ihn wieder ledig. Ich warf auch gleich davor einen Buͤchſenmeiſter nieder, der ſtund Herrn Conrad Schott zu, den vertagt' ich, noch weiß ich nicht, ob er ſich geſtellt hat; auch ei. nen Knecht, der hieß Heinz Buſchmann, den ver⸗ tagt' ich allhero in meine Behauſung, der ſtellte ſich, denn er war ein wiſſentlicher Knecht, den Herr Conrad Schott lieb hatte und den ich von Knaben weiſe auf gekannt und wohl wußte, bei wem er allezeit in Fehden geweſen war. Da ſchrieb ich aber meinem gnaͤdigen Churfuͤrſten und Herrn, dem Pfalzgrafen, wenn Ihro fuͤrſtlichen Gnaden ihn wollte des Henkens und ewigen Gefaͤngniſſes ent⸗ laſſen, ſo wollt' ich ihn hinab gen Heidelberg ſchicken, wie er ſich denn ohne das in meiner Behauſung geſtellt haͤtte, welches ich nun nicht viel von Fuͤr⸗