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Gottfrieds von Berlichingen Ritterliche Thaten / mit Einleitungen und Erläuterungen herausgegeben von Dr. Karl Riedel
Entstehung
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gen Birkel, er ſollt auf die Hoͤhe hinauf ziehen und Acht haben, ob ſie heraus waͤren oder nicht, und ſo der Haufe herausziehe, ſollte er ſie ziehen laſſen und mirs anzeigen.

Nun der Knecht kam und ſagte, es ziehen nicht mehr denn 15 Pferde heraus, das waren ihre Vortraͤber, da wollte ich ihm nicht trauen und ſchickte ihn noch einmal hinauf und ſagte, ſiehe eben darauf, denn es ſind heute ſo viel Pferde darinnen gelegen, das weiß ich, und nannte 95 und ſagte, es waͤre ein boͤſer Weg, es koͤnnten uͤber Drei nicht neben einander reiten, darum ſollte er eben darauf ſehen, wie viel heraus ziehen und mirs wieder wahrhaftig anzeigen, damit wir die Haͤnde nicht in die Kohlen ſchluͤgen. In Summa, er kam wieder und ſagte, ihrer ſein nicht mehr denn 15, da glaubt ich ihm und dachte nicht anders, es waͤre alſo, zog ein Gruͤndlein hinauf, bis daß ich an den Haufen hinan kam, da waren es aber, wie vorgemeldet, die Vortraͤber, und kamen meine Reiter, die bei mir waren, in den Haufen hinein. Und begeg⸗ nete mir gleich eben zum Gluͤck mein Vetter Herr Sigmund von Thuͤngen und Hans von Selbiz, und ſpricht mein Vetter Sigmund von Thuͤngen zu mir, Vetter, ich wollte, daß Du weit hinweg waͤ⸗ reſt, denn ich weiß, daß nicht 10 unter dem Hau⸗ fen ſind, die gut Pfalzgraͤfiſch ſind. Da war mein Geſind ſchon unter ihnen und ſchlugen einander auf die Maͤuler, daß ihnen die Naſen bluteten. Und