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Gottfrieds von Berlichingen Ritterliche Thaten / mit Einleitungen und Erläuterungen herausgegeben von Dr. Karl Riedel
Entstehung
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hin und ſagte, ich wuͤßte nach dem Zettel nicht zu reiten, denn ich reit' nicht mehr heim gen Hornberg, ich weiß nicht, was mir begegnen mag, das ſteht in dem Zettel nicht, ich muß die Augen ſelbſt auf⸗ thun und ſehen, was ich zu thun habe. Darauf bracht, ich in Erfahrung, daß Herr Konrad Schott und ſein Haufe einen großen Tag zu Ansbach vor dem Markgrafen haben ſollten. Da legte ich mich in den Ort und wollte mein Heil verſuchen, ſchickte auch einen vertrauten Knecht gen Ansbach zu einem vertrauten Freund und meiner Reitgeſellen Einen, mich der Sachen zu berichten. Aber gleich darauf brachen ſie vom Tage auf, ritten heraus und hatten 95 Pferde bei ſich und lagen uͤber Nacht zu Markt Birkel, und ich lag uͤber Nacht zu Windsheim, nicht weit davon, und hatte nicht mehr denn 15 Pferde bei mir. Und war meine Kundſchaft gar gut, daß ſie Nachts zu Birkel lagen, darauf ich meinen Anſchlag machte, daß ich wollte den Haufen fuͤrlaſſen und darnach auf ihren Troßfuß, wie ſie von Ansbach auf Birkel zugezogen waren, dringen und ſie niederwerfen. Denn ſie waren Alle geruͤſtete Leute, alſo daß ich Sorge hatte ich ſchluͤge die Hand in die Kohlen, wie auch geſchah. Denn wie ich zu Winds⸗ heim herauszog, da hatte es ein Gruͤndlein hinauf bis gen Birkel, daß einer unſichtig hinauf kommen konnte, bis ſchier gen Birkel hinan. Und befahl ich einem Knechte mit Namen Martin Maurer, nachdem es eine ebene Hoͤhe oben hinein hatte bis