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Huͤfte, wie die Schließer ihr Schluͤſſelbund oder die alten Schreiber ihr Schreibzeug. Denken wir uns nun zehn bis funfzehntauſend ſo grillenhaft aufge⸗ putzter Geſellen, voran ein hoher Kriegsmann zu Roß vom Kopf bis zum Fuß geharniſcht, von ſeinen Trabanten in noch wunderlicherer Tracht und von ſeinen Hunden umſprungen, die Faͤhndriche mit den thurmhohen Fahnen, die Trommler mit ihren Trommeln, groß wie Weinfaͤſſer, hinterher der regellos, ſingend und fluchend einherziehende helle Haufe, endlich das Regiment des ehrſamen Huren⸗ weibels und der Rumormeiſter, die Huren und Buben, mit einem Rudel biſſiger Hunde— da ſehen wir den wichtigſten Theil der Heeresmacht, mit welcher Karl V. die Welt im Zaum hielt, den Koͤnig Franz bei Pavia, die Tuͤrken in Ungarn, in Tunis und was das Schwerſte, die deutſchen Fuͤrſten und Staͤnde ſelbſt in die Flucht ſchlug.
Der Geſang war in dieſen Kriegshaufen zu Hauſe; viele der erſten Kriegsgeſellen waren Dichter. Bei vielen gemuͤthlichen Seiten, welche das Kriegs⸗ leben damaliger Zeit darbot, fehlte es jedoch nicht an Gewinnſucht, Frechheit, Gewaltthat, Meuterei und ausgelaſſenem Praſſen bei Hauptleuten ſowohl als dem gemeinen Volke. Freundes⸗ und Feindesland ward auf den Zuͤgen mit gleicher Wildheit behandelt, ſo daß beſonders Frankreich wenig Segen verſpuͤrte, wenn es einen deutſchen Edlen in ſeinen Sold rief. Gier nach erhoͤhtem Solde brach oft den wichtigſten


