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ſer abentheuerlichen Kriegshaufen entwerfen, ſo be⸗ trachten wir die ergoͤtzlichen, buntgefaͤrbten Holz⸗ ſchnitte, mit welchen Melchior Pfintzing, Kaplan zu
St. Sebald in Nuͤrnberg, im Jahre 1517 ſeinen.
Theuerdank kunſtreich verzieren ließ. Wie wir ſie da auf vielen Tafeln erblicken, jeder anders nach ſeiner Laune oder nach ſeinen Umſtaͤnden gekleidet und bewehrt, der eine mit der Pickelhaube, der an⸗ dere mit geſchloſſenem Helm, der mit dem Hute, der mit dem Federbaret, im Bruſtharniſch, im Hals⸗ kragen, Krebs; Andere mit gefaͤltetem Wams, bald mit ausgenaͤhten, bald mit bunt und kraus auf⸗ geſchlitzten Aermeln; Jener im Kollerz dann wie⸗ der im mannigfaltigſten, komiſchſten Schnitte der Hoſen, von der Pracht der vielfach gebauſchten Pluderhoſe bis zur eng anſchließenden, an die Ferſe ſich herabſchmiegenden Reiterhoſe; wiederum ein Jeder geguͤrtet an Huͤfte und Knieen und beſchuht ganz wie es ihm gemach war und ſchoͤn duͤnkte; dabei nun die verſchiedenartigſte Tracht des Bartes und der Haare; endlich Waffen, wie jeder ſie in der Werkſtatt aus der Vaͤterzeit aufgehaͤngt fand oder den Feinden abnahm; Federſpieße, lange Lanzen, Schaͤfte mit mannigfach geformter Spitze, Hellebarden, Partiſanen, Morgenſterne, Fauſthammer, Schlacht⸗ ſchwerter, oder der kurze breite Landsknechtsdegen,
der, bequemlichkeitshalber, quer uͤber den Hintern
oder den Magen geguͤrtet wurde; Andere dann mit unfoͤrmlichen Hakenbuͤchſen, die Pulverflaſche an der


