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Gottfrieds von Berlichingen Ritterliche Thaten / mit Einleitungen und Erläuterungen herausgegeben von Dr. Karl Riedel
Entstehung
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gewandte Linie des hérisson(Igel) bildeten drei Glieder der am beſten geruͤſteten Knechte mit lan⸗ gen Spießen, doch in ungerader Zahl, um Luͤcken fuͤr die eingelegten Wehren ihrer Hintermaͤnner zu laſſenzein Blatt mit Schwertern und Hellebarden folgte, in deſſen Reihe die erſten drei Faͤhnlein flatterten; den mittlern Umfang fuͤllten alle langen Spieße, deſſen Kern, ſaͤmmtliche kurze Wehren, von den zehen Faͤhnlein vier umſchloſſen; wiederum ſtarrte darauf ein Wald von Spießen, zunaͤchſt ein Glied kurzer Wehren mit den hintern drei Faͤhnlein. In dem letzten Blatt waren die ſtaͤrkſten wohlbewehrteſten Leute mit langen Spießen geſtellt, gewoͤhnlich Doppel⸗ ſoͤldner.

So oft es zur offnen Schlacht ging, beobachtete das deutſche Fußvolk unverbruͤchlich die Sitte, nieder⸗ zufallen und ein Gebet zu verrichten, auch wohl ein geiſtliches Lied anzuſtimmen. War das Regiment vom fußfaͤlligen Gebete aufgeſtanden, ſo warf es nach uralter Kriegsſitte den Staub hinter ſich oder ſchuͤttelte ihn von Schuhen und Waͤmſern, als ent⸗ ledige es ſich alles Schlechten und weihe ſich dem Schlachtengeſchickz dann ſenkten die Knechte die Spieße. Vor der erſten Reihe ritt oder ging der Obriſt, neben ihm die Hauptleute des Regiments; ein ſpaͤteres Jahrhundert fand die Ruͤckſicht billig, daß Befehlshaber gemeiner Sache willen, ihre Perſon hinter den Gliedern ſchirmten.

Wollen wir uns ein recht lebendiges Bild die⸗