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Da trat an die Stelle des dienſtpflichtigen Rit⸗ ters der Soͤldling. Fuͤrſten und Staͤnde gaben eine beſtimmte ihnen aufgelegte Schatzung an Geld und die Kaiſer fochten mit den Waffen zunaͤchſt adliger Soͤldner, welche ihre Marſchaͤlle und Kammerherrn fuͤhrten. Sie unterlagen aber meiſt in auswaͤrtigen Fehden, waͤhrend die Streitluſt des ſich ſelbſt uͤberlaſſenen, faſt aller geſetzlichen Verant⸗ wortlichkeit entnommenen Adels ſich in Gaufehden, Wegelagerei und Geſellenritten verzehrte. Kaiſer Maximilian voll unermuͤdlicher Anſchlaͤge, mußte, verlaſſen von dem Adel ſeiner Erbſtaaten, die neue Heerorganiſation raſch betreiben, wollte er die Wuͤrde des Weltoberhaupts behaupten. Das Heer mußte aus der Nation genommen werden; er ſchuf „die frommen Landsknechte,“ vom Lande, im Gegenſatze des Gebirgs(der Schweiz), nicht Lan⸗ zenknechte. Bedeutſam iſt, daß in demſelben Jahre, als die Wehr deutſchen Reichs dem Adel entriſſen und dem Buͤrger⸗ und Bauernſtande uͤber⸗ antwortet wurde, die Ritterſchaft der vier Nationen, der ſchwaͤbiſchen, fraͤnkiſchen, bairiſchen und rheiniſchen, das ſechs und dreißigſte und letzte allgemeine deutſche Turnier feierte im Jahre 1487 zu Worms. Als ahne die anweſende Ritterſchaft ihrer Zuſammenkunft tragiſche Bedeutung, wurden die vier Turnierkoͤnige nebſt dem Hauptſieger und je einem Edlen aus den Nationen„zum Blatt getragen“, d. h. ihre Wappenſchilde mit feierlichem Gepraͤnge zur Schau
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