v
nem ſtillen, ſtillen Kaͤmmerlein zu lernen, wo zuweilen nur ein idylliſches Heimchen zirpt oder eine unpolitiſche Wespe ſummt. Aber Unpo⸗ litiſch hin, Unpolitiſch her, ich ſchlage die Wespe todt, weil ich in meinem Staate, in meinem ſtil⸗ len Kaͤmmerlein Ruhe haben will. Man hat mich Schweigen gelehrt und ich kann es wieder lehren. Jeder, der weiß, daß ich, ehe mir die Poli⸗ tik des Schweigens zu brechen einfiel, der Ge⸗ lehrſamkeit eifrig befliſſen, an Eſelshaͤuten— per⸗ gamentenen Manuſcripten mir die Augen faſt aus⸗ guckte, weshalb ich auch Jahr aus Jahr ein eine gruͤne Schirmmuͤtze trage,— Jeder, der weiß, daß ich in Bibliotheken manch' ſauern Schweiß vergoß, den ich ſonſt beim Angedenken an die Tage der goldenen Aernte als einen wahren the⸗ saurus operum supererogationis betrachtete,— Jeder, der mich von dieſer Seite her kennt, er⸗ wartet von mir in dieſer Vorrede einen kritiſchen Nachweis uͤber die Authentizitaͤt der Berliching⸗ ſchen Handſchrift ſeiner„ritterlichen Thaten,“ oder der Berlichingiſchen Hand— der eiſernen verſteht ſich,— die in mehreren Exemplaren kurſirt. Ich leiſte weder das Eine noch das Andere. Aufrichtig geſtanden, ich weiß weder von der einen, noch der andern Authentizitaͤt etwas Sicheres. Und geſetzt, ich wuͤßte es: ich wuͤrde es Euch nicht ſagen, denn ich muͤßte fuͤrchten, mit den Nachkommen des edlen Goͤtz oder mit dieſem und jenem Antiquitaͤtenhaͤndler,


