Teil eines Werkes 
13. bis 16. Bändchen (1854)
Entstehung
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gefallen war, dann fiel er auf ſeine Kniee nieder, dankte und ſegnete Gott, der ihn zu rechter Zeit von einem Laſter gerettet, welches auch ihn beinahe auf den Weg des Verderbens fortgeriſſen hätte.*

An dem Tag, wo das neugeborne Kind getauft wurde, verſammelte er einige Freunde um ſich. 3

Ihnen erzählte er die Wechſelfälle ſeines Lebens, und ſprach von den Segnungen eines nüchternen ſtillen Wandels gegenüber den Ausſchweifungen der Trunken⸗ heit und Völlerei.

Mit freudeſtrahlenden Augen hob er dann ſeinen Neugebornen in die Höhe.

Seht mich an, meine Freunde, rief er, von ſeinem Glück hingeriſſen, mit Hanſens Worten,und denkt an euch ſelbſt!

Ein großes Gaſtmahl wurde auf Edsbro zugerichtet. Eine vierfache Hochzeit ſollte gefeiert werden, und wir brauchen dem Leſer nicht aufzuzählen, wer die Paare waren. 4 Einige Tage vor der Hochzeit kam ein wohlver⸗ ſchloſſener Reiſewagen an, aus welchem eine ſchwarzge⸗ kleidete Dame ſtieg.

Als ſie ihren ſchwarzen Schleier zurückſchlug, er⸗ kannte man Frau Boijer. Sie kam, um von ihren alten Freunden Abſchied zu nehmen, weil ſie das Vaterland verlaſſen und ſich mit ihrer Freundin Marie, ſowie mit ihrer Tochter Conſtanze im Ausland eine Heimath zu ſuchen beabſichtigte.

Das Unglück hatte Frau Boijer beinahe zermalmt; aber die milden Wahrheiten der Religion waren in das