Teil eines Werkes 
13. bis 16. Bändchen (1854)
Entstehung
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Er ging voraus; Carl Auguſt und Hermann folg⸗ ten nach.

Nachdem ſie um den nächſten Berg umgebogen, kamen ſie in einen ſchmalen Thalgang hinab, der düſter war, wie ein Grabgewölbe. Jeſpersſon nahm ſeinen Weg nach einigen prächtigen Linden, deren Kronen ſo angenehm ſäuſelten und ſo freundlich ihre Schatten weit⸗ aus um ſich her warfen.

Als er mitten in den Kreis der Linden gekommen war, blieb er ſtehen.

Carl Auguſt und Hermann kamen unmittelbar dar⸗ auf nach, und zu ihrer Verwunderung ſahen ſie ein nen⸗ gegrabenes, tiefes Grab mitten zwiſchen den zwei ſchön⸗ ſten Linden.

Beim Anblick dieſes düſtern Todtenbettes durchlief ein Schauder die Bruſt der jungen Männer.

Sie begriffen nur zu gut, daß Jeſpersſon es hatte aufwerfen laſſen, und daß es ſich hier nicht um ein Spiel, ſondern um vollen Ernſt handelte.

Alle Schwatzluſt erſtarb, und eine eiſige Kälte über⸗ lief beide.

Carl Auguſt maß den Abſtand nicht weit von bei⸗ den Seiten des Grabes. Darauf lud er die Piſtolen und ließ die Gegner wählen. Alles das wurde bewerk⸗ ſtelligt, ohne daß ein einziges Wort gewechſelt wurde.

CEhe Jeſpersſon ſeinen Platz einnahm, näherte er ſich inzwiſchen Hermann.

Laſſen Sie mich Ihre Hand drücken, ſagte er, ves iſt das letzte Mal, daß ich es thue.

Seine Stimme zitterte; obſchon ſein Aeußeres große Ruhe zeigte, ſo hörte man doch ſehr wohl, daß es in ſeinem Innern ſtürmte.

Wir kommen überein, fügte er, noch immer Her⸗ manns Hand haltend, hinzu,daß der Ueberlebende den Todten in dieſes Grab hier legt, und es dann zuſchaufelt,