Teil eines Werkes 
13. bis 16. Bändchen (1854)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

4

188

Nein!

Du haſt auch nicht das Mindeſte davon gehört?

Ich weiß blos, daß mein Vater ſehr ernſthaft aus⸗ ſah, als Jeſpersſon ihn verließ.

Ernſthaft? Sollte Jeſpersſon vielleicht ahnen...

Was meinſt Du? Jeſpersſon?

Es gibt Perſonen, die gewiſſe Ahnungen haben, beoor.... bebor...

Bevor ſie ſterben. Du haſt Recht; aber ich ver⸗ ſtehe Dich dennoch nicht.

Ich will ſagen, ob Jeſpersſon vielleicht Deinem Vater ſeine letzte Willensmeinung übergeben hätte?

Das iſt möglich.

Dein Vater... aber ſieh, da kommt Jeſpers⸗ ſon... er ſieht leidend aus.

Jeſpersſon kam ganz allein. Der Ernſt in ſeinem Geſicht hätte nicht ſtrenger ſein können; er ſchien alle Rechnung mit dem Leben abgeſchloſſen zu haben.

Als er auf den Platz kam, grüßte er ungekünſtelt und erklärte dann, er habe es nicht für nöthig gefunden einen Sekundanten zu ſuchen, ſondern er vertraue ſich mit vollkommener Ruhe Hermann und Carl Auguſt an, da er wiſſe, daß er in ihnen zwei ehrenhafte und red⸗ liche junge Männer habe.

Ihr ruhiges Bewußtſein, daß er ſich hierin nicht täuſche, machte alles weitere Gerede über dieſen Punk überflüſſig.

Eine Frage wünſche ich ſtellen zu dürfen, ſagte Jeſpersſon;haben Sie irgend eine Vorliebe für dieſen Platz, meine Herrn?

Weit entfernt, im Fall Sie einen andern vor⸗ ſchlagen wollen, Herr Doktor..

So kommen Sie mit mir. Ich weiß einen, der noch beſſer paßt... Jeſpersſon pauſirte hier, fügte aben hernach hinzu:das heißt, wenigſtens für mich.