Teil eines Werkes 
13. bis 16. Bändchen (1854)
Entstehung
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nicht; aber zur See und im Augenblick der Gefahr gibt es eine eigene Moral, die allmächtiger iſt, als jede andre: nämlich jeden Nothleidenden zu retten, und wäre er auch Se unſer ſchlimmſter Feind. Jeſpersſon erfüllte dieſe Pflicht indem er ſein und ſeiner Begleiter Leben dabei aufs Spiel ſetzte; aber ich bin überzeugt, daß er nichts an⸗ unf deres gethau hat, als was auch ich an ſeiner Stelle ge⸗ Sc than haben würde. Meine Dankbarkeit iſt deßhalb um laß nichts geringer; ſie kann mir gebieten mein Leben für Sch ihn zu opfern, niemals aber meine Ehre. Lel Deine Ehre? Wenn ich Deine Worte wohl ver⸗ che ſtehe, ſo mußt Du Dich alſo vielleicht zum Beiſpiel ver⸗ thä pflichtet glauben, ihm den erſten Schuß abzutreten, nicht für aber vom Duell abzuſtehen. ſei, Nun ja, warum nicht? Ich darf gleichwohl zwei Du Umſtände nicht überſehen: erſtens, daß Jeſpersſon ein ſoll ſolches Anerbieten niemals annehmen würde, und zwei⸗ terl tens, daß mein Schuß eigentlich nicht mir gehört, ſon⸗ wor dern meinem Vater. Aber ich ſehe Dir an, daß Du mich bei

kalt, vielleicht ſogar hart findeſt. Zei Ich läugne es nicht, Hermann. Du biſt Dir in Hät der That nicht mehr gleich. den

Das mag wohl ſein, aber ich habe meine Gründe. Jesſpersſon hat mich gefordert.

Nun ja! zeie

Natürlich würde er das nicht gethan haben, wenn

er ſich nicht durch meine Ausdrücke ſo beleidigt gefühlt ſper hätte, daß er ſich in allem Ernſt revauchiren will. Das ſehe ich ein. entf Jeſpersſon iſt ein ausgezeichneter Schütze. Sein gut Blick und ſeine Hand ſind gleich ſicher. Auch das hat man mir geſagt. blei Hätte er den erſten Schuß, ſo würde er mich tödten, 1 wie eine Fliege. daß Ich glaube es. guſ Ich bin vollkommen davon überzeugt. Lan