Teil eines Werkes 
13. bis 16. Bändchen (1854)
Entstehung
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Hermann;auch mir thut dieſes Duell im höchſten Grad leid. Aber als ich von der Art und Weiſe erfuhr, wie Jeſpersſon meinen Vater getödtet hat, da hielt ich es

ffür meine Pflicht die Sache in die Hand zu nehmen, ohne daß ich eigentlich noch wußte, welche Geuugthuung

ich fordern ſollte und könnte. Im Allgemeinen war ich damals mißvergnügt über das ganze Leben, weil die bevorſtehende Verbindung Deiner Schweſter mit Alfred mir tief zu Herzen ging, wie Du wohl weißt. Ich räſonnirte da nicht lang, ich handelte nach dem Gefühl des Augenblicks. Jeſpersſon und ich wechſelten einige Briefe; er weigerte ſich auf eine Erklärung einzugehen; ich behandelte ihn mit harten Worten, und da forderte er mich. Unläugbar bin ich alſo zum großen Theil die Urſache des bevorſtehenden Duells, und gleichwohl kann ich es nicht über mich bringen eine gütliche Entſcheidung der Sache anzubahnen. Ich läugne nicht, daß es mich wundert, daß er Urſache gefunden hat mich zu fordern, da doch ganz unzweifelhaft ich ihn hätte fordern ſollen. Aber der Mann iſt ſehr wunderlich, und da er jetzt das gethan hat, ſo mag die Sache ihren Verlauf nehmen.

Aber er hat Dir doch geſtern das Leben gerettet?

Ganz richtig, und dafür ſchieße ich ihn heute viel⸗ leicht todt, willſt Du ſagen. Es iſt hart, aber kann ich es wohl ändern? Ich habe ihn nicht gefordert und ihn kaum beleidigt. Wäre es nicht eine erbärmliche Feigheit, ihn um Entſchuldigung zu bitten? Ich billige Duelle nicht, und würde dieſes abgelehnt haben, aber die Um⸗ ſtände ſind von der Art, daß ich mich in Wahrheit nicht aus dem Spiele ziehen könnte, ohne alle Achtung vor mir ſelbſt zu verlieren.

Ich will Deine Anſicht durchaus nicht beſtreiten; aber ſo viel ſteht immerhin feſt, daß er nicht bloß Dein Leben gerettet hat, ſondern auch das Schiff, deſſen Werth Du, glaube ich, ebenſohoch ſtellſt.

Ich läugne die Gewichtigkeit Deiner Bemerkung