Teil eines Werkes 
13. bis 16. Bändchen (1854)
Entstehung
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Jeder, der zum erſtenmal dieſe ſo höchſt roman⸗ tiſchen, zierlichen und einnehmenden Orte beſucht, wird ſich ſehr überraſcht finden.

Es ſind da Müſterchen von der ſchönſten ſüdlichen Natur in die rauheſten und härteſten Steinrahmen ein⸗

efaßt. 3 bee beinahe tropiſche Sonne ſcheint auch über dieſen zanberiſchen Plätzen zu weilen: der Boden iſt hier ſo grün, die Bäume ſo ſchlank und buſchig, die Blumen ſo friſch und üppig.

Man iſt von einer Wirklichkeit amgeben, die jedoch einem Zauber gleicht.

Drei Plätze zeichnen ſich vorzugsweiſe aus: der Hals, die Hügelſpitze und Roſenhain. Welchen von die⸗ ſen Plätzen man beſuchen mag, überall wird man gleich⸗ ſehr überraſcht.

Aber die Kunſt weiß hier auch der Natur ihren gebührenden Werth zu verleihen. Da wo letztere nicht ohne eine gewiſſe anmuthvolle Koketterie eine wilde blühende Geisblattranke unter den Bäumen emporwirft, iſt die erſtere bei der Hand geweſen, um eine kleine Laube anzulegen, oder eine Moosbank zu ordnen, in ſtiller Ahnung, daß ein müder Wanderer das Beduͤrfniß haben werde ſich hier abzukühlen und auszuruhen. 5

Die Hügelſpitze und Roſenhain liegen ganz nahe bei einander, nur durch einen ſchmalen Bergrücken ge⸗ trennt, voll von Blöcken und Klippen, die auf einander geſtappelt ſind.

Ein kleiner Fußſteig lauft zwiſchen ihnen hin.

Oben auf der Hügelſpitze, wo die beiden den Thal⸗ gang umgebenden Bergwände ſich zuſammenſchließen, finden wir Hermann und Carl Auguſt wieder.

Beide ſtützten ſich gegen einen großen Granitblock,

der in einen kleinen Hain von prächtigen Eichen hinein⸗ ragte.

Du haſt vollkommen Recht, Carl Auguſt, ſagte