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„Es iſt allerliebſt, Doktor,“ antwortete Sophie „ich kann nicht umhin, es zu bewundern.“
„Auch ich thue das,“ fügte Jespersſon hinzu. „Wir werden jetzt ſehen, ob es auch ein Menſchenleben retten will; dann werde ich es um ſo mehr lieben.“
Es kam Sophie vor, als ob in ſeinen Worten mehr Bedeutung läge, als ſie zu verſtehen geben ſollten.
„Ich bin überzeugt, daß dieß der Fall ſein wird.“ antwortete Sophie, indem ſie Jespersſon die Freiheit ließ, ihre Antwort nach Belieben zu erklären.
Horner, der inzwiſchen zu Carl Auguſt geſagt hatte, er ſolle mit Jespersſon fahren, näherte ſich ihm.
Die Veränderung, die mit Jesperſſon vorgegangen war, entging auch ihm nicht, und er konnte nicht umhin, eine Bemerkung darüber zu machen, die ſowohl ſeine Zu⸗ friedenheit, als ſeine Verwunderung ausdrückte.
„Ich kenne Dich ja gar nicht mehr,“ ſagte Horner; „was in aller Welt hat dieſe Veränderung bei Dir her⸗ vorgerufen?“
„Es gibt,“ antwortete Jespersſon mit Hamlets be⸗ rühmten Worten,„viel Dinge im Himmel und auf Er⸗ den, die eure Schulweisheit nicht begreift.“
Jespersſons Seitenblick auf Sophie entging Horner nicht, und noch weniger Sophie ſelbſt. Horner faßte ver⸗ trauensvoll ihre Hand und bat um ein Geſpräch mit ihr.
Wir ſparen den Inhalt dieſes Geſprächs auf ein ander Mal.
Carl Auguſt ſaß bereits im Boot, als Jespersſon kam.
Die ſtille Bewunderung der Badgäſte über ſeine unerſchrockene Entſchloſſenheit und ſeinen ruhigen Ernſt folgte ihm, als er das Land verließ.
Sobald er an Bord kam, wurde der Anker gelich⸗ tet, das Segel zugeſetzt, und die Jacht wandte ſich wie⸗ der nach der See hinaus.
Ridderſtad, Vater und Sohn. III. 12


