Teil eines Werkes 
13. bis 16. Bändchen (1854)
Entstehung
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Die Majorin erinnerte ſich jetzt des Duells, und ſie ſprach ihren ganzen Schrecken aus.

„Beruhigen Sie ſich, Madame,“ bat er.„Sie brauchen um ſein Leben nicht bange zu ſein; ich habe Ihnen dieß ja ſchon einmal verſichert.“

„Verſprechen Sie mir alſo, daß das Duell nicht ſtattfinden wird?“

„Das verſpreche ich nicht.“

„Wie?“

„Er hat nicht mich gefordert, Madame, ſondern ich habe ihn gefordert.“

„Sie?“ 3

„Das muß Ihnen Ihre vollkommene Ruhe wieder⸗ geben, Madame; der erſte Schuß gehört dadurch ihm.“

„Was ſagen Sie?“

„Er hat eine ſichere Hand, Madame; ich habe ihn eine Schwalbe im Flug ſchießen geſehen. Er iſt der erſte Piſtolenſchütze, den ich kenne. Wie der Indianer Pfeil in Pfeil ſchießt, ſo ſchießt er Kugel in Kugel. Seien Sie deßhalb ruhig; Ihr Sohn hat nichts zu fürchten. Ich bürge mit meiner Ehre für ſein Leben. Jetzt muß ich Sie verlaſſen.“

„Jetzt? Sogleich? Wohin?“

„Ich gehe zur See, um Ihren Sohn zu retten.“

„Sie ſind unbegreiflich, Herr Doktor; Sie geden⸗ ken, ihn zu retten, um ſich ſodann mit ihm zu duelliren?“

„Das iſt wahr, doch ich hätte beinahe einen Brief an Sie von einer Perſon vergeſſen, welche Sie vermuth⸗ lich ſchätzen; es iſt ein Brief von Ihrem ſogenannten Wohlthäter. Er iſt bereits in Gothenburg; Der Brief unterrichtet Sie, daß er morgen hieher kommt.“

Als Jespersſon ſich zu ſeiner Jacht hinabbegab, fiel ſein Blick auf Sophie, und er näherte ſich ihr.

„Gefällt Ihnen meine kleine Jacht?“ fragte er. „Es iſt ein recht artiges Boot?“