Teil eines Werkes 
13. bis 16. Bändchen (1854)
Entstehung
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Horner meinte, daß man Frau Hjelm nichts ver⸗ hehlen, ſondern ihr aufrichtig Alles erzählen müſſe.

Er vertraute nicht blos auf ihren ergebungsvollen Charakter, ſondern auch auf die Ruhe, welche die Auf⸗ richtigkeit jederzeit einflößt.

Carl Auguſt benützte dieſen Augenblick, um mit Charlotte zu ſprechen.

Er fand ſie und Emma beiſammen, und er theilte auch ihnen jetzt mit, was er ſoeben ſeinem Vater eröff⸗ net hatte. 2

„Und Sie gedenken wieder hinauszufahren?“ fragte Charlotte.„Das Meer iſt ja in gänzlichem Aufruhr.“

„Es handelt ſich um das Leben Ihres Bruders.“

„Rette ihn,“ bat Emma,„rette ihn.“

8„Gehen Sie,“ bat jetzt auch Charlotte,„gehen Sie!“

Während man noch beſchäftigt war, ein großes Boot anzuſchaffen und mit Tauen und Zugehör zu ver⸗ ſehen, bog ein Segel um Marſtrands ſüdlichſte Spitze, den ſogenannten Schädel, und wandte ſich ganz nah bei Björktangen in den Sund hinein, zwiſchen der Kuhinſel und Marſtrand.

Man erkannte ſogleich das Segel, das man von Gothenburg aus ſignaliſirt hatte.

Es war ein kleiner Einmaſter mit drei Segeln, eine jener kleinen Jachten, die als Segler einen ſo aus⸗ gezeichneten Platz in den Scheeren einnehmen.

Wie eine leichte, fliehende Gazelle lief ſie über die Wogen dahin. Ihre Bewegungen waren im höchſten Grad anmuthsvoll. Nachdem ihr Takelwerk einigemal dem Eindruck des Windes nachgegeben hatte, hob ſie ſich wieder empor. Das ganze Schiff war ſo leicht und lebhaft, ſo ſtattlich und geſchmeidig. Obſchon der Sturm ringsum raste und das Meer unter ihm brauste, ſchien doch weder das eine noch andre ihm beikommen zu kön⸗ nen. Es ließ die Wogen wie ſpielend hinter ſich, und