Teil eines Werkes 
13. bis 16. Bändchen (1854)
Entstehung
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Die Nachricht vom Herannahen des Schiffs ver⸗ breitete ſich bald unter den Gäſten. Könnte es wohl Hermann ſein? fragten ſich Alle. Das Intereſſe, das er bereits erweckt hatte, wurde dadurch noch vermehrt. Man verſammelte ſich unten am Landungsplatz, man beſtieg die Berghöhe, Einige begaben ſich ſogar auf den Feſtungs⸗ thurm hinauf, um deſto beſſer über das Meer hinaus⸗ ſehen zu können.

Der Tubus brachte das entlegene Schauſpiel den Augen ganz nahe. Es war auch unläugbar ein Anblick, der in Betracht gezogen zu werden verdiente, nämlich einer jener dreimaſtigen Rieſen, der mit einem raſenden Meer kämpfte.

Man hatte erfahren, daß Carl Auguſt mit dem Lootſenboot hinausgefahren war, und dieß trug in nicht geringem Maaß dazu bei, die Theilnahme noch höher zu ſteigern.

Es wurde erzählt, daß die Lootſen, bevor ſie ſich hinausbegaben, bedenklich die Köpfe geſchüttelt hatten, und man behauptete ſogar, einer von ihnen habe ſeine Seele in Gottes Hand befohlen, als er das Boot vom Land hinabgedrückt.

Die Wellen gingen hoch, und je höher ſie gingen, um ſo tiefer erweiterte ſich der Abgrund zwiſchen ihnen.

Noch ſah man blos vom Leuchtthurm her das ſtolze Schiff ſich kühn herumtummeln. Das Lootſenboot da⸗ gegen konnte man mit bloßen Augen verfolgen. Mehr als ein Ausruf erſcholl daher auch von Seiten der Zu⸗ ſchauer, als man in einem Augenblick das Boot ganz wie ein ſchwarzes Pünktchen ſah, das ſich auf dem Rücken der Wogen erhob, und in der andern Sekunde wieder im Abgrund zwiſchen den Wogen verſchwand.

Sowie es ſich dem Auge zeigte, ſchien es in den bodenloſen Schooß des Meeres hinabzuſinken. Die Un⸗