Teil eines Werkes 
13. bis 16. Bändchen (1854)
Entstehung
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ſeſt, unſt

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wegen. Sind Deine Angehörigen Dir theuer, ſo rette ſie. Mein Schwur ſteht feſt. Ich habe nie Jemand hintergangen. Hintergehe jetzt auch Du mich nicht. Nun antworte mir; Du kommſt doch?“

Emma ſah Alfreds Raſerei und wußte, daß er zu Allem fähig war. Sie gewann indeß bald ihren ganzen Muth wieder.

„Du willſt Dich an meinen Eltern rächen,“ ſagte ſie,„wenn ich nicht komme?“

„Ich habe es geſchworen.“

Emma machte eine neue Bewegung ſich loszu⸗ reißen, aber der Gefangene packte ihre Arme noch feſter.

„Du ſagſt, daß ich ſie rette, im Falle ich komme.“

Es wurde Emma ſchwer, ihre Worte hervorzuſtam⸗ meln, ſo gänzlich war ſie außer ſich.

„Ich habe meinen Eid darauf abgelegt.“

Emma ſtrengte alle ihre Kräfte an.

„Aber ich komme nicht,“ ſagte ſie,„ich werde nicht kommen.“

„Du kommſt nicht? Nun wohl, ſo ſoll die nächſte Sonne für Dich über einem enſetzlichen Gemaͤlde auf⸗ gehen.“

Emmas Lage war ſchrecklich. Sie bezweifelte nicht, daß er ſeine Drohungen ins Werk ſetzen würde. Emmas Herz trat in dieſem Augenblick in ſeiner ganzen auf⸗ opfernden, natürlichen Güte hervor.

„Das ſoll nicht geſchehen,“ ſagte ſie,„nein, das ſoll nicht geſchehen!“

Der Gefangene lachte höhniſch.

„Was willſt Du thun?“ fragte er.

„Ich rufe jetzt ſogleich um Hülfe.“

„Dann tödte ich Dich.“

„Tödte mich; das mag ſein, aber ich habe dann doch die Meinigen gerettet.“

Ridderſtad, Vater und Sohn. UI. 11