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auch ich habe alle aufgegeben. Man haßt, man verab⸗ ſcheut mich; ich will auch haſſen und verabſcheuen. Aber es gibt noch einen Stern in meinem Abgrund, und der biſt Du. Ich weiß nicht, ob ich Dich früher liebte. Jetzt ſchlingen ſich meine Gedanken um Dich wie eine Boa Conſtrictor um ihren Raub: ich will Dich an mei⸗ nem Herzen zu Tode drücken. Du biſt meine Braut, Du mußt meine Gattin werden. Du mußt mich für den Himmel oder für die Hölle einweihen. Höre, was ich Dir zu ſagen habe.“
Während Alfred ſprach, begann jedoch Emma wieder zu ſich zu kommen.
„Ich gedenke aus Schweden zu fliehen, weit weg
zu fliehen. Heute Abend wird man die Poſten um die
Inſel einziehen. Der Weg wird frei; um Mitternacht verlaſſe ich dieſe Höhle des Fluchs.“
Emma ſuchte ihren Arm frei zu machen, aber er ließ ihn nicht los.
„Höre mich; ich verlaſſe jedoch die Inſel nicht außer in Deiner Geſellſchaft. Schon um 11 Uhr mußt Du hier ſein. Die Art, wie Du Deine Eltern verläſſeſt, geht mich nichts an. Du haſt die Wahl: Du kannſt kommen oder nicht kommen. Kommſt Du, ſo ſchwöre ich Dir, daß Dir nichts Böſes widerfahren ſoll, daß ich Dich wie ein Sturmwind fortführen werde, Niemand ſoll wiſſen, wohin Du Deinen Weg genommen haſt. Meine Mutter iſt bereit ihren letzten Schilling für mich zu opfern, wenn ſie mich frei weiß. Wir wollen nach Amerika fahren, wir wollen uns vermählen, wir wollen einander lieben. Kommſt Du dagegen nicht, ſo ſchwöre ich bei der Hölle, daß Du, Deine Eltern, Deine Ge⸗ ſchwiſter, Deine Freunde, alle die Du liebſt, eine ſchreck⸗ liche Rache zu fürchten haben. Mein Schwur iſt kein Schreckſchuß. Ich habe nichts zu verlieren, ſondern blos etwas zu gewinnen. Das Leben gilt mir ſehr wenig. Ich kann es opfern, und wäre es auch blos einer Laune


