Teil eines Werkes 
13. bis 16. Bändchen (1854)
Entstehung
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auf eine ſo krampfhafte Art zuſammen, daß ihre Wangen erblaßten und der Angſtſchrei, der ſich ihrer Bruſt entrang, nicht über ihre Lippen zu kommen ver⸗ mochte.

Der zu lebenslänglicher Gefangenſchaft Verurtheilte ſtand vor ihr. Es war kein Anderer als Alfred.

Nachdem es ihm gelungen aus den Feſtung zu ent⸗ kommen, hatte er ſich unker dem Schüuz der Dunkelheit auf den Kai hinabbegeben. In ſeiner ebenſo wilden als blinden Leidenſchaftlichkeit hatte er beſchloſſen, Emma zu rauben, und wäre es mitten aus der größten Geſell⸗ ſchaft. Aber er glaubte ſich ſtärker als er war. Die Maſſe der Badgäſte, Emmas Ausruf, die Beleuchtung der See, der Geſang, dieſes ganze bunte, wimmelnde Leben, das ſich vor ſeinen Augen zeigte, jagte ihn in die Flucht. Durch die dunkeln Gaſſen der Stadt eilend hörte er die Schüſſe von der Feſtung, bemerkte, daß die Leute in Bewegung kamen, und um der Gefahr zu ent⸗ gehen, eilte er in den Park, wo er ein Verſteck ſuchte und es unter der Alpenhütte fand.

Seine Augen waren es, welche lauernd Emma be⸗ trachteten.

Sobald er ſie allein ſah, kroch er aus ſeinem Ver⸗ ſteck hervor.

Er hatte ihren Arm ergriffen.

„Still!“ befahl er.„Wagſt Du ein Wort, einen Ausruf, ſo tödte ich Dich.“

Wenn Emma auch gewollt hätte, ſo hätte ſie doch nicht einen einzigen Laut über ihre Lippen zu bringen vermocht.

„Ich habe wie ein wildes Thier gelebt,“ ſagte der Gefangene,„ich bin verurtheilt, auf lebenszeit ver⸗ urtheilt und verdammt; es bleibt mir jetzt kein anderer Weg offen, als ein wildes Thier zu ſein. Die Geſell⸗ ſchaft hat mir den Krieg erklärt, und ich habe den Hand⸗ ſchuh aufgenommen. Alle haben mich aufgegeben, und