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folgt, welche den Mord des Vaters in einen Schleier der Ungewißheit einhüllt, ſie hatte mit Charles vor Gericht geſtanden und ſich mit ihm gefeſſelt gefühlt.
Als ſie jetzt ihre Lektüte wieder begann, befand ſie ſich bei Lucy, beinahe in der Mitternachtszeit.
Wie manch bittere Qualen waren nicht für das arme Mädchen in den Kelch des Schickſals gegoſſen worden. 1
Emmas Herz klopfte mit dem ihrigen.
Mit unruhigem Eifer las ſie, wie Morriſon ein⸗ trat und erzählte, daß ſein Jugendfreund, Sir Char⸗ les, ſo glücklich geweſen aus dem Gefängniß zu ent⸗ fliehen.
Vor Ungeduld den Ausgang zu erfahren, hatte ſie kaum Zeit Athem zu ſchöpfen.
Sie las:
„Im nächſten Augenblick fühlte ſich Lucy von Charles Tyrrels Armen umſchloſſen, und unter einem Strom von Thränen drückte er ſie einmal ums andere mit dem Gefühl reinſter Freude an ſeinen Buſen.“
„Meine Lucy, meine theure, geliebte Freundin,“ rief er,„ſehe ich Dich alſo wieder.“
Lucy trocknete ihre Augen und ſtierte beim Mond⸗ licht in ſein Geſicht empor.
„Du biſt ſehr bleich und abgezehrt, Charles,“ ſagte ſie.„O wie mußt Du gelitten haben!“
Emma ſeufzte mit Lucy. Durch ihr Herz bebte daſſelbe Wonnegefühl wie durch Lucys.
Eine Thräne zärtlicher Theilnahme glänzte in ihren klaren Augen.
Auch die Schwermuth iſt ſchön; aber mitten unter dieſer romantiſchen Schwärmerei war es Emma, als ob eine eiskalte, harte Hand ſich auf ihre Schulter legte.
3 Mit einem Ausdruck des Entſetzens ſprang ſie von ihrem Platze auf. Augenblicklich zog ſich ihre Bruſt


