Teil eines Werkes 
13. bis 16. Bändchen (1854)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

1⁵

Die Worte des Geiſtlichen wurden nicht mehr ge⸗ hört. Heulend raſte der Sturm und der Schneewirbel hüllte die Anweſenden in undurchdringliches Dunkel ein.

Aber dieß währte blos einige wenige Minuten, her⸗ nach wurde es wieder ruhiger und ſtiller.

Jetzt erhob der Prieſter ſeine Stimme, und indem er ſich dem Eindruck des Augenblicks überließ, entwarf er eine entſetzliche, aber wahre Schilderung von dem Le⸗ benswandel der zwei Abgeſchiedenen. Mit düſtern, ab⸗ ſchreckenden Farben beſchrieb er die entſetzlichen Folgen des Laſters der Völlerei, er ſtrafte, er belehrte, er warnte, er bat. 8

Das Unwetter dauerte indeß fort, aber nicht mehr mit der gewaltſamen Wuth wie vorher.

Die Verſammlung lauſchte den Worten des Red⸗ ners, hingeriſſen von den Gefühlen, welche ihn leiteten.

Als er endlich das Gebet verlas, da entblößte die zahlreiche Verſammlung ihre Häupter, und die blaſſen Geſichter, die zum Himmel erhobenen Augen bezeugten den Eindruck, den er auf ſie machte.

Von der Kirche hinweg begab ſich Baron Horner ſogleich nach Haus.

Um ſeine Fahrt zu beſchleunigen, nahm er einen Nebenweg am Krähenneſt vorbei; aber als er auf die Nebenſtraße kam, war dieſe beinab gänzlich durch das Geſtöber unbrauchbar gemacht, ſo daß er es unmöglich fand, ohne Hilfe weiter zu kommen.

Der Zufall hatte ihn indeß bis zu der geheimen Schenke geführt.

Der Baron ſah ſich gezwungen, aus dem Schlitten zu ſteigen und in die Stube zu treten.

Da er in der Gegend gut bekannt war, ſo wußte er nur zu wohl, was für einen Ort er jetzt beſuchte.

Eine aufregende und garſtige Scene ſiel ihm auch gleich beim Eintritt in die Augen.

Jan Erik und ſeine Frau, Jans Maja, wie man