lichen Phantaſieen und Sinuesverirrungen ſind nichts Anderes als beſondere Traumbilder im Schlaf, welche allerdings oft einen Traum unterbrechen können, aber ſelten im Stande ſind ihm eine entgegengeſetzte Richtung zu geben. Wie die im Traum emporkommenden und haſtig verſchwindenden Bilder und Vorſtellungen durch ein freiwilliges oder erzwungenes Erwachen zurückgehal⸗ ten werden können, aber, wenn man wieder eingeſchlafen iſt, gewöhnlich auf's Neue von demſelben Punkt aus⸗ gehen, wo ſie beim Erwachen unterbrochen wurden; ſo kann ein Menſch, der am Säuferwahnſinn leidet, wenn er angeredet wird, oder auch durch irgend einen andern Eindruck auf eine kurze Weile aus dem Traumzuſtand geweckt werden, worin er ſich wachend befindet, und er ſpricht jetzt ganz vernünftig, ſieht ſogar ſelbſt ein, daß er krank iſt, verfällt aber binnen einigen Augenblicken wieder in ſeine früheren Träume. Zuweilen hat ein und dieſelbe Perſon bei mehreren erneuten Anfällen immer dieſelben verkehrten Vorſtellungen und fixen Ideen. Ge⸗ wöhnlich geht der Kranke von wirklichen Ereigniſſen aus, die er aber aus einem unrichtigen Gefichtspunkt betrach⸗ tet hat.
Maja ſah mit Entſetzen was ſie gethan hatte; aber zwiſchen all den Irrbildern, die ihre Angſt vorhexte und die auf ſie einſtürmten, trat gleichwohl eines hervor, das noch ſchrecklicher und älter war als alle andern.
„Er ermordet ſeinen Vater,“ rief ſie,„er ſchlägt ſeinen Vater todt!“
Hans ſtaunte.
Das Geld war für ihn der Schlüſſel zum Reich der Glückſeligkeit und Herrlichkeit geweſen, und mit ſei⸗ nem ſo ſchimpflichen Verluſt ſtürzten alle Hoffnungen auf Zukunft und Freude in ſeiner Seele zu einer Ruine zuſammen.
Vorſtellungen von einer ganz andern Art bemäch⸗ tigten ſich ſeiner. Trotz ſeines verbrecheriſchen Lebens


