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Bankſcheine in's Feuer. Die Flamme erfaßte die loſen, flatternden, leichten Blätter.
Es glänzte im Zimmer; es war ein Augenblick koſtbaren Glanzes; es waren tauſend Hoffnungen, tau⸗ ſend bunte Träume, die empor flammten, um ſodann auf ewig zu verlöſchen und nichts hinter ſich zu laſſen als den Schrecken des Verbrechens und Gewiſſensvor⸗ würfe. 4
Noch erſcholl Majas Lachen durch's Zimmer, wäh⸗ rend Hans ſich gegen das Feuer wandte um die Scheine zu retten, aber gebrannt von der flatternden Flamme am Kamin niederſank.
Als das Lachen auf Majas Lippen erſtarb, ſtand ſie wie verſteinert da. Sie ſchien jetzt die ganze Bedeutung ihrer That zu begreifen. 3
Aber eine der ſchrecklichen Krankheiten der Völlerei, das ſogenannte delirium tremens, dieſer Dämon aus der Hölle, welcher die Funktionen des Hirus und Nerven⸗ ſyſtems verrückt, hatte bereits Maja erfaßt.
Eine neue Wendung fand in ihrer Gemüthsſtimmung
ſtatt.
In ſolchen Fällen werfen ſich die Gedanken, wenn eine Perſon von einem einzigen überwiegenden Affect beherrſcht iſt, gewöhnlich ausſchließlich auf dieſen.
Sogar wenn mehrere UAffecte ein wechſelndes Ueber⸗ gewicht in der Phantaſie und den Irrreden des Kran⸗„ ken haben, und wenn eine Sinnenverirrung auf eine andere folgt, bemerkt man gleichwohl oft eine gewiſſe Conſequenz und eine gemeinſchaftliche Richtung in allen Phantaſieen, ſowie in den Aeußerungen des Kranken während des Irrſinns, obſchon gleichwohl in dieſen Fällen der Zuſammenhang nicht ſelten unterbrochen wird.
Dieſer Zuſtand, ſagt Friedrich, kann mit einem Traum verglichen werden: der Kranke träumt wachend und ſetzt trotz mehrerer Unterbrechungen den Traum fort. Die dazwiſchenkommenden, gewö hulich blos augenblick⸗


