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Die Flamme warf ihren rothen Schein über denje⸗ nigen Theil des Geſichts, der dem Feuer zugekehrt war, während der andere im Schatten begraben wurde. Es hatte etwas Unheimliches, dieſes halb rothe und halb be⸗ ſchattete Geſicht zu betrachten, das übrigens weiter nichts als den Anblick einer gewöhnlichen alten Hexe darbot.
„Einhundert, zweihundert, vierhundert, ſechshundert, ſiebenhundert, achthundert.“
Sie hatte hier bereits ein paar Hundert überhüpft und als ſie ans Ende kam, hatte ſie eine weit größere Summe herausgebracht, als je zuvor.
Ein entſetzlicher Fluch ging über ihre Lippen.
Aber erſchrocken erhob ſie ihren Kopf und lauſchte. Sie meinte, es bewege ſich etwas.
„Wer iſt da?“ rief ſie mit heiſerer und hohler Stimme,„wer iſt draußen?“
Aber blos ein Windzug fuhr ſeufzend durch das äußere Zimmer und eine zerbrochene Fenſterſcheibe klirrte dazu.
4„Es iſt doch ganz verdammt in dieſem Hauſe da,“ murmelte Maja.„Ueberall knackt, pocht und ſeufzt es, daß man geradezu verrückt werden möchte.“
Inzwiſchen hatten ihre Gedanken eine neue Richtung bekommen. Bei den Betrunkenen findet blos ein ha⸗ ſtiger und kurzer Uebergang zwiſchen Finſterniß und Licht ſtatt.
Um ſich aus dem unheimlichen Eindruck des Augen⸗ blicks zu reißen, begann ſie an die beſchloſſene Reiſe nach Amerika zu denken.
Mit dem Geld in ihrer Hand träumte ſie jetzt von lauter Tagen der ſüßen Brode und von einem Leben voll Gold und grüner Wälder. Alle alten Sagen, die ſie in ihrer Kindheit geleſeu hatte, kamen jetzt wieder her⸗ vor, und nun breitete ihre Einbildungskraft eine höchſt bunte und zierliche Karte von der neuen Welt vor ihr
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