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ſucht die Gründe für oder wider; aber viele Gelegen⸗ heiten haben das Daſein dieſes Stachels bewieſen und gezeigt, daß er, wenn es ſich ſo ſchicken will, bereit iſt, ſich ſo tief einzubohren, als er nur kann. Das war dasſelbe Gefühl, das auch Lars Bruſt mit bitterem Unwillen er⸗ füllte, obſchon es ſich mehr concentrirt hatte, und ſeine Spitze ausſchließlich gegen eine einzige Perſon richtete. Dieſer Haß konnte im Allgemeinen in Bezug auf ſeinen Grund ſchwediſch genannt werden, obſchon er bei ihm individualiſirt war. Lars wollte nämlich dasjenige, was über ihm ſtand und von dem er einmal unrecht behan⸗ delt worden zu ſein glaubte, unter ſeine Füße treten. Das Gefühl, das ihn beherrſchte, war einigermaßen demjenigen gleich, was 1810 Ferſen den Fuß auf die Bruſt ſetzte. Aber Alfreds Herz von ſeinen Eltern ab⸗ wendig zu machen, ſie aller Freude an ihrem Sohn zu berauben, das war nach Lars Dafürhalten doch kein eigentlicher Haß gegen ihn, ſondern nur gegen ſie. Durch das trübe Sehrohr, worin er über die Gegen⸗ ſtände hinblickte, betrachtete er Alfred niemals, wenig⸗ ſtens nach einigen wenigen Jahren nicht mit Unwillen. Dieſer wurde im Gegentheil ein wahrer Goldjunge für ihn und gewann einen großen Raum in ſeiner Bruſt. Aber dieſe Bruſt war auch ein finſterer Arreſt, obſchon Lars ſelbſt dies nicht einmal begriff.
Gleichwohl war es nicht der Haß allein, wodurch Lars ſich leiten ließ, ſondern auch der Eigennutz.
Dieſe beiden Triebe wirkten gleich lebhaft bei ihm, und vielleicht wußte er zuweilen ſelbſt nicht, welcher von beiden der überwiegende war.
In Lars Kopf ſpukte nämlich ſchon damals die eigenthümliche Anſicht, daß er, wenn Alfred einmal das Gut übernähme, mehr Einfluß bekommen, und dann die Macht haben würde, nach Belieben zu ſchalten und zu walten.
Er war ein verſchlagener Kopf ohne alle Bildung;


