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Hans hörte nicht mehr auf das, was Anders ſagte. Im Kopf des armen Burſchen brannte und ſpukte jeder Gedanke, und in ſeinem Innern verfluchte er ſein Zuſam⸗ mentreffen mit dem rechtſchaffenen und ordentlichen Nach⸗ bar ſo ſehr als ſich ſelbſt.
In ihrem hübſchen gemüthlichen Stübchen im Käthner⸗ häuschen ſaß Anders Fran, die in ihrer Haushaltung ſo tüchtige Kerſtin, noch immer wach und munter die Heim⸗ kehr ihres Mannes erwartend. 6
Aber ſie erwartete ihn ohne alle Furcht und Unruhe; ſie wußte ſo gut, daß er, obſchon er ungewöhnlich lang ausblieb, gleichwohl immer ſeinen Verſtand bei ſich hatte, und ſie fürchtete deßhalb nichts Böſes.
Es war ſo warm und angenehm um ſie her, und nachdem ſie das Abendeſſen gerichtet, ſo daß Anders es ſogleich fertig antraf, hatte ſie ein Licht angezündet und die Bibel vorgenommen. le Schon lang war ſie beſchäftigt geweſen, darin zu eſen.
Sie hatte von der Verkündigung der Jungfrau Maria geleſen, und wie der Engel zu ihr kam.
„ Und ſie wird einen Sohn gebären, hatte der Engel geſagt,„und du ſollſt ſeinen Namen Jeſus heißen.“
Wenn Anders fort und Kerſtin allein zu Haus war, wir aft hatte ſie nicht da dieſes Eoangelium Matthäi geleſen!
Aber ſie ſprach zu Anders nie davon. Es gab ein geheimes Sehnen, ein ſtilles Gebet, einen leiſen Seufzer in Kerſtius Bruſt, einen Schmerz, den ſie für ſich be⸗ hielt. Sie wünſchte nämlich einen Sohn. Niemals


