Teil eines Werkes 
7. bis 12. Bändchen (1854)
Entstehung
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Der männliche, friſche, von einem vergnügten Herzen zeugende Geſang machte einen unwiderſtehlich gewaltigen Eindruck auf Hans. Er tönte ſo rein durch die Nacht und ſprach ihn ſo innig an. Es war die Ehrlichkeit und Rechtſchaffenheit, die in der harmoniſchen Sprache einer ſchönen Melodie an den Segen der Arbeit, an das Glück ſtillen Fleißes und an den unendlich friedlichen Einfluß des religiböſen Glaubens auf unſere Herzen und unſer ganzes Leben erinnert.

Hans wurde wie von einem Froſtſchauer ergriffen, während er krampfhaft das Felleiſen hielt. Er hatte an der Stimme des Sängers ſeinen Nachbar Anders erkannt und erſchrocken vor ihm eutfliehen wollen, war aber zu Boden geſtürzt. Nach einer Weile richtete er ſich zwar wieder auf, aber der Geſang tönte ihm wie eine entſetz⸗ liche Beſchwörung und er vermochte ſich nicht vom Fleck zu bewegen. Mit dem Felleiſen in der Hand ſah er ſich ſtarr um, gleich als wollte er ſich tief, tief unter die Erde verbergen.

Die Wolken hatten ſich wieder zuſammengezogen und die Dunkelheit breitete ſich von Neuem über die Gegend.

„Guten Abend, Haus,“ grüßte Anders, der ihn jetzt erreicht hatte.„Es iſt recht angenehm Jemand zu treffen, ſo daß man ein Bischen plaudern kann. Du gehſt auch heim, wie ich. Aber was haſt Du denn, warum biſt Du ſo ſtill?

Hans murmelte blos einige unverſtändliche Worte, während er Anders an ſich vorbeigehen ließ.

„Was iſt's, Hans, willſt Du hinter mir drein kommen?“

„Geh Du Deines Weges und laß mich den meinigen gehen,“ ſchnauzte Haus ihn an.„Was haſt Du mit mir zu ſchaffen? Ich bin müde, das kannſt Du wohl ſehen.“ 3 Anders trat näher zu ihm.