Teil eines Werkes 
7. bis 12. Bändchen (1854)
Entstehung
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Triumph vom Wahlplatz heim. Soll ich einmal mit die⸗ ſem Poſtillon da eine Polka tanzen? Es wäre luſtig den Kerl ein bischen Mores zu lehren; weißt Du was Mo⸗ res iſt?“

„Nein, das weiß ich nicht.“

„Mores... das heißt den Bauerntölpeln das Fell ausklopfen...“

Der Poſtſchlitten kam immer näher.

Die Nacht war finſter und düſter. In den Wipfeln des Waldes ſauſte es, aber der Sturm ſpannte ſeine Flügel nicht zu einem tollen Fluge aus, vielmehr ſchien er in den Kronen der Bäume ſitzen und rumoren zu wollen. Gleich weißen Silberbergen lagen die Schnee⸗ maſſen um die von der Dämmerung der Nacht übergoſ⸗ ſene Straße her. Ringsum breitete ſich ein feierliches Schweigen, ſowie es in dem eingeſchloſſenen, leeren Tem⸗ pel, welcher Nacht heißt, zu herrſchen pflegt.

Noch einmal erſcholl das Poſthorn, und Alfred gab, gleich als wollte er darauf antworten, ſeinem Pferde einen neuen knallenden Peitſchenhieb.

Die beiden Schlitten waren jetzt ganz nahe beiſam⸗ men und der Poſtillon zog ſich ein wenig auf die Seite, um Platz zum Vorbeifahren zu laſſen; aber in demſelben Angenblick lenkte Alfred ſein Pferd quer über den Weg, ſo daß der Poſtillon nicht weiter kommen konnte. Blitz⸗ ſcnelt ſprang Alfred aus ſeinem Schlitten und griff ihn an.

„Haſt Du dießmal auch wieder Luſt mich in den Graben zu werfen?“ ſchrie er;„wir wollen doch vorher ein Bis⸗ chen mit einander reden.“

Zugleich verſetzte er dem Manne einen wohlzuge⸗ meſſenen Peitſchenhieb, und nun entſtand ein Ringkampf. Alfred war ganz wild. Er berechnete weder ſeine Be⸗ wegungen, noch ſeine Kräfte, ſondern griff unaufhörlich an. Der Poſtillon dagegen, der auf einen Angriff un⸗

Rid derſtad, Vater und Sohn. II. 4