Teil eines Werkes 
7. bis 12. Bändchen (1854)
Entstehung
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nüchternen Zuſtand gut. Im Branntweinglas ertränkte er immer ſein Gewiſſen, und wie ſein Verſtand taumelte auch dieſes dann dahin.

Jetzt brannte der Gedanke an einen reichen Fang wie ein Feuerfunken in ſeinem Kopf. Darin verſchwand alles Andere.

Alfred ſchien geneigt die letzte Beleidigung des Po⸗ ſtillons zu rächen.

Die heftigen Peitſchenhiebe, womit er dem Pferd zuſetzte, überzeugten Hans, daß auch ſeine Abſichten hef⸗ tig und gewaltſam waren. Wenn ein junger Burſche voll iſt, glaubt er auf einem Bucephalus zu ſitzen und ſtark genug zu ſein, um mit der alten und ueuen Welt zugleich zu kämpfen. Wenn ein älterer Mann getrunken hat, ſtellt er ſich gern vor, daß er die ganze Welt auf ſeinen Schul⸗ tern trage; daß beide zuſammen Don Quixotes ſind— verſteht ſich von ſelbſt.

„Was ſagſt Du,“ bemerkte Alfred,„ſoll ich dieſen Meſſingtuter da in den Graben werfen? Die Reihe iſt jetzt an uns.“

„Ja freilich.“

„Glaubſt Du nicht, daß ich es kann, oder was grunzeſt Du da vor Dich hin?“

„Stark genug ſind Sie wohl dazu, Herr Alfred; aber es iſt doch ſo eine Sache...“

Alfred gab dem Pferd von Neuem die Peitſche. Für ſeine Leidenſchaft war es ein Bedürfniß ſich an irgend etwas zu brechen.

„In Upſala,“ ſchwatzte er,„galt ich als einer der gefährlichſten Raufbolde, und ſo viel iſt auch gewiß, daß ich den Teufel nicht fürchtete. Mehr als ein kräftiger Geſell iſt vor meiner geballten Fauſt zu Boden gefallen. Eines Tags ſchlug ich mich mit fünfundzwanzig auf ein⸗ mal herum, und von dieſen wurden zehn lahm, zehn krüppelhaft, und fünf lahm und krüppelhaft zugleich. Meine Freunde trugen mich, das kannſt Du dir denken, im