Teil eines Werkes 
7. bis 12. Bändchen (1854)
Entstehung
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1.

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vorbereitet war und die einzige Vertheidigungswaffe, welche die Poſtillone damals beſaßen, nämlich den Säbel, nicht gleich zur Hand hatte, konnte den erſten Schlägen nicht ausweichen, aber ohne Uebereilung bereitete er ſich ruhig zur Vertheidigung vor, und endlich blinkte dier Waffe in ſeiner Hand. Alfred ſah jedoch nichts. Je

dichter ſeine Hiebe fielen, um ſo heftiger wurde er; aber

als es ihm auf einmal entgegenblinkte, da begriff er in⸗ ſtinctmäßig die Gefahr, die ihn bedrohte, und mit einem heftigen Sprung warf er ſich auf die Seite, ſo daß er juſt noch einem kräftigen Schwertſchlag ausweichen konnte. Nichts deſto weniger hatte er ein ſo eigenthümliches Ge⸗ fühl, daß er überzeugt war, er ſei verwundet, obſchon er in ſeiner aufbrauſenden Ueberreiztheit nicht einmal wußte, wo; aber die Ueberzeugung davon war bereits ſtark ge⸗ nug, um ſeine Rachgier hervorzurufen, und mit erneuter Wuth ſtürzte er auf ſeinen Gegner ein. Er ging ihm aber jetzt ſo nah auf den Leib, daß der Säbel ihm nichts half. Der ſonſt kräftige und entſchloſſene Poſtillon war zu gut in ſeine Kleider eingehüllt, um ſich mit der erforderlichen Gewandtheit bewegen zu können. Ohne daß Alfred die Waffe aus ſeiner Hand reißen konnte, warf er ihn aus dem Schlitten, und der Mann fiel wie ein Mantelſack tief in den Schnee. Mit dem Peitſchenſtiel in ſeiner Hand und von dem hitzigen Naturtrieb blinder Wiedervergeltung geleitet, ließ Alfred dem Poſtillon jetzt einen ganzen Hagel von Schlägen über den Leib kommen. Vermuthlich wirkten ſie nicht ſonderlich, weil die Kleidung des Mannes ihm den Dienſt einer undurchdringlichen Schildkrötſchale that.

Aber mit ſeinem Stock wollte Alfred zugleich eine gewiſſe Mentorslection über die beſte Art anſtändig und ſäuberlich mit ſeinem Nächſten zu verfahren verbinden. Er begleitete daher jeden neuen Hieb mit einer mora⸗ liſchen Sentenz, und in dieſer Beziehung hatte er viel Aehnlichkeit mit unſeren Volksſchullehrern, welche dafür