Teil eines Werkes 
7. bis 12. Bändchen (1854)
Entstehung
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nahm, ſprang ſie heraus, überzengt, daß ihr Bruder Hilfe bedürfe.

Einen Augenblick ſpäter ſtand der Vater an ihrer Seite und bald kamen noch Mehrere hinzu.

Emma zog ſich zurück, noch unſicher, ob Alfred un⸗ bemerkt entkommen ſei oder nicht. Beim Anblick ihres Vaters erſchrack ſie mehr als vorher über die Möglichkeit, man möchte entdecken, daß Alfred es geweſen.

Als Sophie mit Jeſpersſon ankam, bemerkte ſie ſo⸗ gleich Emma an der Thüre, und da ihr die Aufregung des Mädchens nicht entgehen konnte, eilte ſie ſchnell zu ihr.

3„Um Gotteswillen,“ flüſterte ſie ihr zu,„was iſt ge⸗ ſchehen? Du ſiehſt ſo verſtört aus.“

Emma vermochte die unklaren Gedanken, die in ihr wimmelten, noch nicht zu beherrſchen.

„Alfred iſt da geweſen?“ flüſterte Sophie.„Ich habe einen Verdacht... Du ſiehſt ſo aufgeregt aus... ſo verſtört...“

„Still!“

„Fürchte nichts von mir. Ach, Emma, Du haſt keine beſſere Freundin, als mich. Vertraue Dich mir an. Ich begegnete Alfred in der Hausflur.“

„Sahſt Du ihn?“

„Ja.“

„Weißt Du, ob ſonſt Jemand ihn bemerkte?“

„Niemand.“ 3

„Du biſt deſſen gewiß?“

„Vollkommen.“

„Komm jetzt mit mir herein, Sophie; ich habe Dir ſo viel zu ſagen.“

Sobald Sophie die Thüre hinter ſich verſchloſſen hatte, ſanken die beiden Freundinnen einander in die Arme.