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Carl Auguſt ergriff das Licht und ſtand bereits au der Thüre.
Emma war aufgeregt und verwirrt. Sie fürchtete, ſich in dieſem Augenblick ebenſoſehr vor Carl Auguſt, wie vor Alfred. Sie fürchtete, die beiden jungen Män⸗ ner möchten zuſammentreffen, einander erkennen, und dann mußte es zu einer Erklärung kommen; ſie fürchtete einen feindſeligen Auftritt zwiſchen ihnen und zugleich die Schande, die auf ſie ſelbſt zurückfallen mußte.
Sie erinnerte ſich dabet, wie Hermann ſie einmal gerettet hatte. Es war ein augenblicklicher Gedanke, auf welchen auch eine augenblickliche Handlung folgte.
Sie blies das Licht aus.
„Was machſt Du, ums Himmelswillen?“ bemerkte Carl Auguſt,„Deine Angſt grenzt ja an Wahnſinn.“
Da Carl Auguſt ſich durch die Dunkelheit nicht ab⸗ ſchrecken ließ, ſo bereute auch Emma ſogleich wieder, daß ſie das Licht ausgelöſcht hatte. Schon war die Thüre aufgeflogen und er befand ſich draußen im Cor⸗ ridor..
„Wer iſt da?“ fragte er.
Das Getöſe hörte ſogleich auf und Alles wurde ſtill. Emmas Athem ſtockte. Sollte Alfred wohl von Carl Auguſt entdeckt werden?
Ihr Herz, ihre Seele, ihr ganzes Weſen war in dieſem Augenblick ein lauſchendes Ohr. Sie hörte Tritte, ſie hörte weiter weg eine ſchleichende Bewegung. Jeder Ton klang in ihrem Innern wieder.
„Antworten rief Carl Auguſt von Neuem,„wer
iſt da?“ 4 Aber ſei es nun, daß Alfred ſich wegſchleichen wollte, und dabei gerade auf Carl Auguſt gerieth, oder daß die⸗ fer, indem er im Finſtern umhertappte, ihn endlich in der Ecke, wohin er ſich zurückgezogen hatte, ergriff; ge⸗ nug, ſie hörte deutlich, daß ſie zuſammenſtießen.
„Hieher!“ rief Carl Auguſt,„Guſtav, Anders, Pet⸗


