Teil eines Werkes 
7. bis 12. Bändchen (1854)
Entstehung
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gut

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Der Schlüſſel ſteckte in der Thüre, und in demſelben Augenblick, wo ſie die Hand daran legte, hörte ſie in der unteren Hausflur Jemand hereinſchleichen. Sie lauſchte, ſie war überzeugt, daß es Alfred war. Sie drehte den Schlüſſel um. Die Thüre von Carl Auguſts Zimmer ging auf, und ſie verſchwand darin.

Carl Auguſt war im Begriff ſich zu entkleiden.

Ein Licht brannte auf dem Nachttiſchchen.

Als Emma eintrat, ſteckte er ſeine Arme wieder in ſeinen Hausrock.

„Was gibts?“ fragte er,„Du ſiehſt ſo erſchrocken aus, ſo blaß...“

„Rette mich... rief ſie... rette mich!“

„Dich retten... was iſt denn geſchehen?“

Emma bereute ihren unvorſichtigen Ausruf, ſobald er ihr entfallen war; denn ſie konnte ja nicht einmal ih⸗ rem Bruder entdecken..

Das Getön eines kurzen und ziemlich harten Anpo⸗ chens außen im Corridor zog Carl Auguſts Aufmerkſam⸗ keit in dieſem Augenblick von ſeiner Schweſter ab.

„Still!“ flüſterte er;„hörſt Du?“

Emma vermochte nicht zu antworten.

Von Neuem hörte man, daß es draußen an die Thüre pochte.

Carl Auguſt lauſchte. Emma ſtand bleich vor Furcht da.

Man hörte eine Stimme; es war ein halblautes Rufen.

„Ohne Zweifel iſt Jemand draußen; zum Teufel, Du kannſt ja vor lauter Schrecken nicht ſprechen, Schweſter. Ich will nachſehen, wer es iſt.“

„Um Gotteswillen, thue es nicht... man kann..“

Sie wollte um Alles in der Welt nicht, daß ihr Bruder mit Alfred zuſammentreffen ſollte.

„Hab keine Angſt um mich.“