Teil eines Werkes 
7. bis 12. Bändchen (1854)
Entstehung
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Aber dieſes Nichts führte Emma gleichwohl auf den Hauptgegenſtand ihrer Unruhe zurück.

„Was meinte Guſtav?“ fragte ſie ſich.„Kann eine Gefahr drohen?“

Die Gedanken verwirrten ſich in tauſend Labyrin⸗ then, und Ahnungen kamen und gingen, und alle führten Schrecken und Angſt mit ſich.

Am Abend legte die Baronin wieder Patience, d. h. ſie ſuchte zu weiſſagen.

Emma ging ans Fenſter.

Scherzend erklärte die Mutter, ſie wolle nachſeben, ob ſie mit Alfred glücklich werde; natürlich bezweifelte ſie es nicht. Als ſie die Karten gelegt hatte, konnte ſie jedoch nicht umhin, in ein leichtes und fröhliches Lachen auszubrechen.

Emma beobachtete genau jede Veränderung in ihren Geſicht.

3„Nun, Mama,“ bemerkte ſie ungeduldig.„Wal ſagen die Karten? Du lachſt darüber.“

„Was ſoll ich thun, liebe Emma? die Ausrufung iſ ja bereits feſtgeſetzt, und morgen wird Deine bevorſtehende Vermählung zum erſten Mal in der Kirche verkündigt.“

„Nun ja, Mama...“

„Und weißt Du, was hier liegt?⸗

„Nein, Mama, nein!“

„Daß die Hochzeit gar nicht zu Stande komme, denke Dir nur. Die Karten ſind verrückt. In den letzten Wochen habe ich nicht mehr das Mindeſte von ihnen be⸗ griffen.“

Ein ſonderbares Gefühl erweiterte Emmas Bruſte Sowohl Freude als Kummer zog in ihr ein. Sie konnte nicht erklären, was in ihrem Innern vor ſich ging, es war ihr indeß unmöglich, in die Scherze der Mutter einzuſtimmen. Heftig klopfte das Herz und ſie legte ihre Hand darauf.