Teil eines Werkes 
7. bis 12. Bändchen (1854)
Entstehung
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liebte. Man wird ſich auch leicht vorſtellen können, wie heftig aufgeregt er ſein mußte.

Horner beherrſchte ſich jedoch und ſprach ruhig.

„Sag' mir, Carl Auguſt,“ bat er,„was iſt ge⸗ ſchehen? Obſchon es finſter war, ſah ich den Schatten einer Perſon, die ſich haſtig entfernte.“

Carl Auguſt antwortete verworren und hatte ſeine Gedanken noch nicht zu ſammeln vermocht.

„Springe Jemand hinauf,“ befahl der Baron,„und ſehe, ob Doctor Jeſpersſon zu Hauſe iſt; iſt er da, ſo möge er die Güte haben, hieher zu kommen.“

„Ich bin hier, Bruder,“ antwortete der Doctor. „Beunruhige Dich nicht um Deinen Sohn, mit ihm hat es keine Gefahr. Er hat ſich zu ſehr angeſtrengt, das iſt Alles; aber er wird bald wieder zu ſich kommen.“

Der Baron drückte Jeſpersſon dankbar die Hand für die tröſtenden Worte.

Dem Leſer wollen wir hier erzählen, was ſich zu⸗ getragen hat.

Alfred hatte auf eine im Ganzeu eigenthümliche Weiſe Emmas Einwilligung zu einem abendlichen Rendez⸗ vons auf ihrem Zimmer nach dem Beſuche auf Wardnäs zu erhalten vermocht.

Dieſes Verſprechen war für ſie ein abſtoßendes und beunruhigendes Gefühl geblieben.

Alfred war jedoch, nachdem er ihre Einwilligung in ſeinen Wunſch erhalten, ſo freundlich und ſo herzlich geweſen, weit freundlicher, als er ſich ſeit langer Zeit gezeigt, und ſo lange nichts anderes dazu kam, fühlte ſich Emmas Seele von Liebe und Freude umflattert.

Ridderſtad, Vater und Sohn. II. 3