Teil eines Werkes 
7. bis 12. Bändchen (1854)
Entstehung
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Fliehende näher kam, die Laterne in die Höhe, um zu ſeben, wer er wäre, und da ſie glaubte, es ſei ein Ver⸗ brechen begangen worden, ſo ſtand ſie im Begriff, die Laterne aus Verwunderung fallen zu laſſen, denn ſie er⸗ kannte...

Noch ehe ſie ſich vom Fleck bewegte, hörte ſie von außen her und zwar von Jeſpersſons Seite einen Ruf.

Unſchlüſſig, was ſie thun, ob ſie ſich zuerſt eine Treppe hinauf oder zu Jeſpersſon auf den Hof hinaus⸗ begeben ſollte, folgte ſie der erſten dunkeln Eingebung ihres unklaren Gefühls, und eilte hinaus, fand aber den Doctor in einen Schneehaufen geworfen und ſah die bei⸗ den Männer haſtig entſpringen.

Jeſpersſon war wüthend, er fluchte und donnerte.

Er war ſeiner Sache ſo ſicher geweſen, daß er den Kerl hinter der Thüre züchtigen und ergreifen könnte, als der andere Flüchtling dem erſten zu Hilfe kam und die Kraft des Doctors unter der gemeinſchaftlichen An⸗ ſtrengung beider erliegen mußte. Als man ihn umwarf, fiel er in einen zuſammengefegten Schneehaufen, wo er glücklicher Weiſe keinen Schaden nahm.

„Sie ſind entflohen,“ ſagte er.„Erkannten Sie einen von ihnen?“

„Ob ich ihn erkannte?“

Sophie wußte nicht, ob ſie es ſagen ſollte oder nicht.

„Sie müſſen dem einen derſelben in der Hausflur begegnet ſein; ſahen Sie nicht, wer es war?“

Sophie dachte an Emma.

„Nein,“ antwortete ſie.

„Und Sie hatten doch die Laterne?“

Wie hart fiel es ihr nicht zu lügen, aber konnte ſie gleichwohl etwas anderes thun?

„Es iſt wahr... aber ich war ſo erſchrocken...“

„Zum Henker,“ murmelte Jeſpersſon.„Laſſen Sie uns hineingehen und hören, was geſchehen iſt.“

An der Hausflur hörte man das Getöſe von Fuß⸗