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„Still!“ flüſterte Sophie,
Man hörte deutlich ein neues Getöſe von oben.
„Wohin nahmen die Männer ihren Weg?“ fragte Jeſpersſon.
„Der Eine,“ verſetzte Letty,„ſchlich ſich ſeitwärts von der Thüre, und als der Herr Doctor im Hofe anfuhr, ſah ich, daß der Mann ſich hinter derſelben verbarg. Er ſteht gewiß noch da.“
„Und der Andere?“
„Er ſchlich ſich ins Haus hinein.“
Jeſpersſon wollte ſogleich von ihnen wegeilen, aber Sophie bat ihn, einen Augenblick zu warten, weil ſie glanbte, man müſſe ſich mit einer Laterne verſehen. Der Doctor hörte jedoch auf dieſem Ohr nicht, ſondern ſprang über den Hof und auf die Thüre zu, die er aufſtieß.
Ganz wie Letty beſchrieben hatte, fand er da einen Mann, obſchon die Dunkelheit ihn hinderte, denſelben zu erkennen.
In der Abſicht ihn aus ſeinem dunkeln Verſteck her⸗ vorzuziehen, packte Jeſpersſon ihn am Kragen; aber der Mann ſchien ſich nicht ſo leicht gefangen geben zu wollen, und Jeſpersſon, der ſelbſt ſehr ſtark war, hatte es hier mit keinem Täubchen zu thun. Es entſtand alſo ein hef⸗ tiger Kampf, der nicht ſo bald aufhörte.
Mit der Laterne in der Hand kam Sophie aus dem Flügelgebäude heraus und eilte hinzu.
Aber in demſelben Augenblick, wo ſie ſich der Thüre
näherte, hörte ſie vom Hauptgebäude her haſtige Schritte und einen kurzen, aber erſchütternden Angſtſchrei, weß⸗ halb ſie ſich von Jeſpersſon abwandte, um da zu Hilfe zu eilen, wo die Gefahr ihr am größten ſchien.
Sie nahm alſo den Weg in die Hausflur der Woh⸗ nung des Barons; aber als ſie an die Thüre kam, ſah ſie eine Perſon in voller Haſt auf ſich zueilen, und um nicht über den Haufen gerannt zu werden, zog ſie ſich auf die Seite. Unwillkürlich hob ſie indeß, als der


