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„Ein Mann?“
„Ich hörte ſoeben deutlich ein Getöſe bei des Barons. Hörten Sie Nichts?“
Letty ſprang die Treppe hinab und Jeſpersſon nach, welchen ſie erſuchte ſich nicht zu entfernen, ſondern zu⸗ rückzukehren, indem ſie behauptete, es trage ſich etwas Schreckliches zu. 3
Zu Sophiens Ohren drang in dieſem Augenblick auch das Getöſe eines verworrenen Lärms. 3
Letty zog Beide mit ſich in die Hausflur. Sie zitterte an allen Gliedern vor Angſt.
„Was gibt's?“ fragte Jeſpersſon,„erkläre Dich.“
„Unruhig über das lange Ausbleiben von Madame,“ erzählte jetzt Letty,„und da es mir verboten wurde... wie Madame ſelbſt weiß... des Barons davon in Kenntniß zu ſetzen, daß Madame ſich nach Krähenneſt begebe, ſetzte ich mich drinnen an's Fenſter, um recht genau auf die Landſtraße hinausſehen zu können. Stunde um Stunde verging, ohne daß Jemand ſich zeigte, und ich kann gar nicht ſagen, wie ängſtlich ich wurde. Endlich bekam ich etwas Dunkles zu ſehen, das ſich in der Allee bewegte, und ich ſprang auf die Treppe hinaus, denn ich glaubte, es ſei Madame, die zurückkomme; aber als ich hieher kam, ſah ich, daß es ſtatt ihrer zwei Männer waren.“
„Zwei Männer?“
Letty konnte ihre Worte kaum hervorbringen, ſo ängſtlich war ſie.
„Wie ich ſage, zwei Männer,“ fuhr ſie fort.„Es war mir unmöglich zu hören, was ſie flüſterten, aber ſie ſchlichen ſich ſo vorſichtig und ſonderbar heran, daß ich ganz ängſtlich wurde und mich hier an der Treppe ver⸗ barg, um zu ſehen, was ſie auſtellen würden. Es ſind ſicherlich Diebe.“
„Keine ſo lange Beſchreibung... zur Sache, zur Sache..“


