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„Daß Sie und ich?“ bemerkte Sophie.„Was wollen Sie ſagen, Doctor?“
„Nichts, Madame, gar nichts.“
Jeſpersſon fuhr jetzt in den Hof, und Sophie wagte es nicht, ihre Frage zu erneuern.
Eine eigenthümliche Unruhe bemächtigte ſich ihrer, und ein ſtiller Seufzer... ſie wußte nicht warum... bebte durch das Blumenreich ihres Herzens.
Als der Schlitten ſich dem Thore des Flügelgebäu⸗ des näherte, das der Baron zu Sophiens Verfügung ge⸗ ſtellt hatte, ſtand ihr Dienſtmädchen an der Treppe⸗
Obſchon es ganz dunkel war, erkannte Sophie ſie ſogleich und wunderte ſich blos darüber, daß ſie unbe⸗ weglich auf ihrem Platze ſtehen blieb, ſtatt herbeizukom⸗ men und ihr aus dem Schlitten zu helfen.
„Nun, Letty,“ rief Sophie ihr zu,„warum kommſt Du nicht und hilfſt mir, ſondern ſtehſt wie feſtgewach⸗ ſen da?“
Das Mädchen bewegte ſich nicht vom Flecke.
.„Letty, Letty, ich glaube, Du hörſt und ſiehſt mich nicht!“
Es war wirklich ſo. Letty hörte und ſah ihre Ge⸗ bieterin nicht.
Jeſpersſon reichte inzwiſchen Sophie die Hand und half ihr mit Verguügen aus dem Schlitten. Nachdem Sophie ihm für alle erwieſene Freundſchaft gedankt hatte, eilte ſie die Treppe hinan.
„Pfui, Letty,“ ſchalt ſie das Mädchen,„warum ſtehſt Du wie ein Wachsbild da?“
„Still, beſte Madame, ſtill,“ bat Letty blos. Spre⸗ chen Sie nicht ſo laut. Still, ſtill!“
„Biſt Du verrückt, Letty? Was kommt Dich an?“
„Hören Sie nichts, beſte Madame! Hören Sie doch! Aber ſprechen Sie um Gottes Willen leiſer. Dort hinter der Thüre ſteht ein Mann.“
SeSS=ZoSUS=ESB
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