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es gerne zu; aber wenn das Herz auh eine unſrer edel⸗ ſten innern Kräfte iſt; wenn auch von da aus alle unſre zärtlichſten Gefühle auf uns einwirken, wenn es alſo juſt die Quelle iſt, aus welcher wir, wenn ich mich ſo ausdrücken darf, beſtändig im Guten und Schönen neu geboren werden, ſo iſt gleichwohl das Herz doch nichts anderes, als die Wurzel unſeres denkenden und handeln⸗ den Weſens. Aber wenn nun der Stamm ſammt ſeiner Krone von Blüthen und Früchten gebrochen daliegt, da hat dieſe Wurzel nichts, worauf ſie wirken kann, und ihre Lebenskraft erſtirbt allmählig, juſt weil ſie keine Gelegenheit hat, ſich zu entwickeln. In dieſer Lage iſt das Herz ganz wie eine Perſon, die dem Ertrinken nahe iſt und auf allen Seiten nach einem Rettungs⸗ mittel greift, aber nicht einmal einen Strohhalm erfaſſen kann. Um Ihretwillen inzwiſchen will ich mit ihm ſpre⸗ chen und Sie können überzeugt ſein, daß ich die Wahr⸗ heit nicht maskiren werde.
„Da fällt mir gerade etwas ein,“ fügte Jeſversſon nach einer Pauſe hinzu,„während meines letzten Aufent⸗ halts in Amerika begann man von einem neuen Heilmit⸗ tel zu ſprechen, das man die Braunntweinkur nennt. Ich hätte Luſt, es zu verſuchen.“
„In wie weit Dankbarkeit...“
„Sprechen Sie nicht davon, Madame. Ich erweiſe gern der Menſchheit einen Dienſt, auch wenn ich mich nicht dazu verpflichtet glaube. Bei Ihnen ſtehe ich je⸗ doch in einer Verpflichtung.“
„Bei mir?“
„Ich habe zu lang unter Barbaren und Wilden ge⸗ lebt, als daß ich eigentlich wiſſen ſollte, wie ich mich gegen Frauenzimmer benehmen muß. Wenn ich artig ſein will, ſo werde ich unverſchämt, wenn ich heiter ſein will, werde ich fad. Alle Verſuche, anders zu ſein, als man wirklich iſt, machen den Menſchen lächerlich oder dumm. Als ich das erſtemal bei dem Baron Horner


