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kehrte, nahm Jeſpersſon das Fläſchchen wieder auf, und gebrauchte es bei Abrahamsſon.
Abrahamsſon fuhr aufs Neue zuſammen.
„Verſtehſt Du mich,“ fragte Jeſpersſon,„wenn ich mit Dir ſpreche?“ „Ich verſtehe... ſprechen Sie... ſprechen
„Willſt Du entfliehen?“
Heftiger als die Medikamente wirkte dieſe Frage auf das Nervenſyſtem des Gefangenen. Er ſchlug ſeine Augen auf und ergriff Jeſpersſons Hand; er wandte ſeinen Kopf gegen ihn und ſchien auf jedes Wort lau⸗ ſchen zu wollen, wenn es ihm auch nur zugeflüſtert wurde.
„Höre auf meinen Vorſchlag,“ fuhr Jeſpersſon fort. „Ich will Dir helfen. Du begreifſt doch, was ich ſage 20
„Vollkommen.“
„Heute Nacht bleibſt Du hier. Du biſt krank und bedarfſt Ruhe. Du wirdeſt ſouſt nicht mehr weit kommen.“
„Sie haben Recht; ich fühle das.“
„Morgen unterziehſt Du Dich Deiner Kirchenſtrafe. Bei dieſer Gelegenheit wirſt Du aus der Gefangenſchaft befreit. Wenn Du aus der Kirche trittſt, ſei auf Dei⸗ ner Hut. Sollte ein Gedräng unter dem Volk ent⸗ ſtehen, ſo benütze den Augenblick. Das Schlimmſte iſt, daß ich Niemand habe, dem ich mich anvertrauen kaun.“
Jeſpersſon ſprach mit einer unverkennbaren Auf⸗ richtigkeit. Gefangenen fehlt es ſelten an Menſchen⸗ kenntniß. Sie iſt für dieſe Leute eine Stufenleiter zu ihren Verbrechen. Der Doctor hatte übrigens Abrahams⸗ ſon bereits ſo viel Wohlwollen und Güte bewieſen, daß es ihm nicht einmal einfiel, ſeine gute Abſicht zu be⸗ zweifeln.
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