Teil eines Werkes 
7. bis 12. Bändchen (1854)
Entstehung
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Der Gefangeue nickte. Jeſpersſon verzweifelte. In ſeinem ganzen langen bunt bewegten Leben konnte er ſich an nichts erinnern, was ſeine Seele ſo ſehr in Anſpruch genommen hätte, wie dieſer Augenblick. So unerwartet die einzige Per⸗ ſon wieder gefunden zu haben, die einige Aufſchlüſſe ertheilen konnte; dieſe Perſon vor ſich zu beſitzen und zu ſinden, daß ſie außer Stand war, eine Erklärung abzugeben, das brachte Jeſpersſon außer ſich.

Die Thüre öffnete ſich wieder und der Begleiter des Gefangenen ſtreckte den Kopf herein.

Mutter Majas Gemurre über den Doctor, als ſie ihn verließ, veranlaßte den verantwortlichen Gefangen⸗ wärter, ein wachſames Auge auf ſeinen Mann zu werfen.

Wie ſtehts, Doctor? fragte er,lebt Hansſon oder ſtirbt er?

Er wird am Leben bleiben, wenn Sie ihn nicht ſtören. Leben und Tod hängen einzig und allein davon ab, daß man ihn in Ruhe und Frieden läßt. Verlaſſen Sie mich. Ich habe nicht im Sinn...

Der Doctor wollte ſagen: ich habe nicht im Sinne, Ihnen Ihren Gefangenen fortzuſchmuggeln; aber er un⸗ terbrach ſich, denn ein neuer Gedanke tauchte in ihm auf.

Der Beſuch des Gefangenwärters überzeugte Je⸗ ſpersſon, daß er unmöglich abwarten konnte, bis Abra⸗ hamsſon vollkommen zur Beſinnung und zum Verſtand zurückgekommen war.

Er konnte überdieß nicht länger ſäumen zu Sophie zurückzukehren.

Gewohnt einen ſchnellen Entſchluß zu faſſen, that er dieß alſo jetzt. Er hatte auch keinen Augenblick zu verlieren. 4 Als der Gefangenwärter ins äußere Zimmer zurück⸗